Gegen Hass und Extremismus Bundesregierung finanziert Respekttrainer für Schulen

Damit Schüler sich gegen extremistische Ansichten behaupten können, will die Bundesregierung weitere 151 spezialisierte Coaches an die Schulen schicken.
»Extremismus, Hass und Menschenfeindlichkeit dürfen wir in unserer Gesellschaft nicht dulden – schon gar nicht in unseren Schulen« (Symbolbild)

»Extremismus, Hass und Menschenfeindlichkeit dürfen wir in unserer Gesellschaft nicht dulden – schon gar nicht in unseren Schulen« (Symbolbild)

Foto: Hendrik Schmidt/ dpa

Für den Kampf gegen Extremismus, Hass und Rassismus an Schulen finanziert die Bundesregierung 151 neue Vollzeitstellen in ganz Deutschland. Die neu eingestellten »Respect Coaches« sollen für das »respektvolle Miteinander der Schülerinnen und Schüler untereinander« werben, teilte das Bundesfamilienministerium am Dienstag in Berlin mit.

Bis 2024 stehen dafür ab sofort jährliche Fördermittel in Höhe von 15 Millionen Euro bereit – zusätzlich zur bereits bestehenden jährlichen Förderung von 21 Millionen Euro.

Eine wissenschaftliche Untersuchung des Einsatzes von »Respect Coaches« hatte nach Angaben des Ministeriums gezeigt, dass sich mehr als 80 Prozent der Schulen solche Fachleute wünschen. Je länger die Coaches in einer Schule aktiv sind, desto größer ist demnach ihr Einfluss auf das Zusammenleben der Schülerinnen und Schüler. Zudem sähen sich die Jugendlichen persönlich gestärkt und berichteten von positiven Auswirkungen auf das Klassenklima.

Respekttrainer wurden bereits seit 2018 an rund 460 Schulen bundesweit eingesetzt. Mit ihrer Arbeit haben sie seither mehr als 126.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. »Politischen oder religiösen Extremismus, Hass und Menschenfeindlichkeit dürfen wir in unserer Gesellschaft nicht dulden – schon gar nicht in unseren Schulen«, betonte Juliane Seifert, Staatssekretärin im Familienministerium.

him/AFP
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