Sachsen Lehrer können sich auf Corona testen lassen

Corona-Tests für das gesamte pädagogische Personal an Schulen: Lehrkräfte in Sachsen können sich ab Juni auf Landeskosten testen lassen. Das Programm könnte auch auf Kitas ausgeweitet werden.
Klassenzimmer in Leipzig

Klassenzimmer in Leipzig

Foto: Peter Endig/ dpa

Mit der Wiedereröffnung der Schulen können sich künftig alle Lehrerinnen und Lehrer in Sachsen auf das Coronavirus testen lassen. Das Land übernimmt die Kosten, wenn die gesetzlichen Kassen dafür nicht aufkommen. Das teilte das Kultusministerium am Freitag in Dresden mit . Die Tests sollen ab dem 1. Juni angeboten werden und sind freiwillig. Sie können beim Hausarzt erfolgen.

"Mit den freiwilligen Tests können auch infizierte Patientinnen und Patienten erfasst werden, die zwar keine Krankheitssymptome aufweisen, aber das Virus bereits übertragen können", heißt es in der Ankündigung des Kultusministeriums. Eine frühe Diagnose sei eine wichtige Voraussetzung für eine optimale medizinische Betreuung der Betroffenen.

Entscheidung über Tests für Kita-Betreuer

Zudem seien die Tests für die Durchbrechung von Infektionsketten an den Schulen von Bedeutung, erklärte das Ministerium. Nachgedacht werde außerdem über ein entsprechendes Angebot für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindertagesstätten - hier ist aber noch keine Entscheidung gefallen.

Parallel dazu planen die Universitäten Leipzig und Dresden zwei Studien an ausgewählten Schulen. Ziel der Untersuchungen sei es, das Infektionsgeschehen in den Schulen zu bewerten. Die Finanzierung dieser Studien wurde allerdings im Landtag noch nicht beschlossen.

In Sachsen geht ein Teil der Schülerinnen und Schüler bereits wieder zur Schule. Diese Kinder und Jugendlichen werden den größeren Teil der Zeit aber nach wie vor auch zu Hause unterrichtet.

him/AFP
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