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Schule und Corona Drei Viertel der Deutschen unzufrieden mit Bund und Ländern

Fehlende Luftfilter, zu wenig Präsenzunterricht, kaum Vorbereitung: Die große Mehrheit der Bevölkerung stellt Bund und Ländern ein desaströses Zeugnis für die Schulpolitik in der Coronakrise aus.
aus DER SPIEGEL 28/2021
Schulkinder im Präsenzunterricht unter Coronabedingungen: »Der Handlungsbedarf ist weiter gewaltig«

Schulkinder im Präsenzunterricht unter Coronabedingungen: »Der Handlungsbedarf ist weiter gewaltig«

Foto:

Ina Fassbender / afp

Die Deutschen üben mehrheitlich Kritik daran, wie sich Bund und Länder angesichts der ansteckenderen Delta-Variante auf den Schulstart nach den Sommerferien vorbereiten. Das geht aus einer Civey-Umfrage hervor, die von der FDP-Bundestagsfraktion in Auftrag gegeben wurde.

Aus: DER SPIEGEL 28/2021

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Demnach sind 74 Prozent der Befragten der Meinung, dass Bund und Länder nicht genug tun, damit Präsenzunterricht nach den Sommerferien auch bei steigenden Coronazahlen stattfinden kann. 83 Prozent möchten, dass Bund und Länder Luftfilter für alle Klassenstufen zur Verfügung stellen, um Unterricht in den Schulen im Herbst sicherzustellen. 75 Prozent sind der Meinung, Bund und Länder täten nicht genug dafür, dass Lernrückstände von Schülern aufgeholt werden.

Fast ebenso viele Menschen sprechen sich dafür aus, dass die Regierungen den Schülerinnen und Schülern Lehramtsstudierende zur Seite stellen sollten, damit solche Lücken im Stoff geschlossen werden. »Der Handlungsbedarf ist weiter gewaltig«, kritisiert FDP-Fraktionschef Christian Lindner. »Kinder, Jugendliche und Eltern brauchen endlich wieder planbare Normalität.«

Im Herbst müsse ein pandemiesicherer Präsenzunterricht gewährleistet werden, auch wenn die Infektionszahlen steigen sollten. Lindner fordert daher eine Sondersitzung der Kultusministerkonferenz mit dem Bund. »Die Sommerferien dürfen Bund und Länder nicht wieder tatenlos verstreichen lassen«, mahnt der FDP-Chef.

csc
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