Rund 200 Euro mehr für Bildung Staat gibt im Schnitt 8500 Euro pro Schüler aus

Berlin investiert am meisten, Nordrhein-Westfalen am wenigsten in die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern. Insgesamt sind die Ausgaben für öffentliche Schulen leicht gestiegen.
Unterricht in Baden-Württemberg im Januar 2022

Unterricht in Baden-Württemberg im Januar 2022

Foto: Philipp von Ditfurth / dpa

Berlin gab 2020 von allen Bundesländern die höchste Summe für Schülerinnen und Schüler aus. Der Stadtstaat investierte 12.300 Euro für die Ausbildung einer Schülerin oder eines Schülers an einer öffentlichen Schule. Dahinter folgten Hamburg mit 11.400 Euro und Bayern mit 9600 Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.  

Schlusslichter waren Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein mit jeweils 7800 Euro sowie Nordrhein-Westfalen mit 7500 Euro. Zu beachten ist dabei allerdings, dass sich die Schulstruktur und damit auch das Unterrichtsangebot sowie die Besoldungsstruktur in den Ländern unterscheiden.

Die öffentlichen Haushalte haben demnach im Jahr 2020 nach vorläufigem Ergebnis im Schnitt 8500 Euro für die Ausbildung einer Schülerin oder eines Schülers an einer öffentlichen Schule ausgegeben. Im Vergleich zu 2019 waren das rund 200 Euro mehr.

Mit 6800 Euro entfiel der überwiegende Teil auf Personalaufwendungen. Die restlichen 1700 Euro gaben die Kommunen für Investitionen und laufende Kosten aus.

Am höchsten waren die Pro-Kopf-Ausgaben mit 10.000 Euro an integrierten Gesamtschulen. Dahinter folgen die Gymnasien mit 9600 Euro, Grundschulen mit 7400 Euro und Berufsschulen mit 6000 Euro.

Bei all diesen Schularten stiegen die Kosten im Vergleich zum Vorjahr an. Grund für die vergleichsweise niedrigen Ausgaben an Berufsschulen ist laut den Statistikern, dass dort häufiger in Teilzeit unterrichtet wird.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, Berlin würde 11.400 Euro pro Jahr in die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern an einer öffentlichen Schule investieren. Richtig sind 12.300 Euro. Wir haben die Stelle geändert.

kha/AFP
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