Bildungsausgaben steigen Ein bisschen mehr Geld für Schulen und Universitäten

334 Milliarden Euro flossen im Jahr 2020 in Bildung und Forschung – rund vier Milliarden mehr als im Vorjahr. Grund dafür ist unter anderem die Coronapandemie.
Rund 110 Milliarden Euro flossen an Schulen

Rund 110 Milliarden Euro flossen an Schulen

Foto: Julian Stratenschulte / picture alliance/dpa

Im Jahr 2020 ist in Deutschland fast jeder zehnte Euro in Bildung und Forschung geflossen. Der Anteil der Ausgaben für Bildung, Forschung und Wissenschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg auch als Folge der Coronapandemie von 9,5 Prozent im Jahr 2019 auf 9,9 Prozent im Jahr 2020, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Demnach gaben die öffentlichen Haushalte und der private Bereich 334,1 Milliarden Euro für Bildung aus, 4,3 Milliarden Euro oder 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Ab 2015 jährlich zehn Prozent des BIP für Bildung und Forschung auszugeben, hatten Bund und Länder schon 2008 als Ziel formuliert. Dass dies nun trotz eines nur moderaten Anstiegs der Ausgaben fast erreicht wurde, liegt allerdings auch daran, dass das Bruttoinlandsprodukt 2020 wegen der Coronapandemie insgesamt sank.

Rund ein Drittel der Gesamtausgaben ging an Schulen

Für Bildung flossen aus öffentlichen Haushalten und dem privaten Bereich 2020 insgesamt 241,1 Milliarden Euro. Davon entfielen 110,4 Milliarden Euro etwa auf Schulen und die Schülerbeförderung. Für Hochschulen einschließlich Forschung und Entwicklung flossen 43,9 Milliarden Euro und für Kitas 36,9 Milliarden Euro.

Auf die betriebliche Weiterbildung, Horte, Einrichtungen der Jugendarbeit und Volkshochschulen entfielen 23 Milliarden Euro. Für die Bildungsförderung wie etwa Bafög wurden 16,9 Milliarden Euro ausgegeben.

Im Gegensatz zu den staatlichen Ausgaben sanken die Ausgaben von Unternehmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im ersten Pandemiejahr um 4,7 Prozent auf 86,6 Milliarden Euro. Die Mittel für die sonstige Bildungs- und Wissenschaftsinfrastruktur wie etwa Museen und Bibliotheken lagen bei 6,4 Milliarden Euro.

Anmerkung: In einer früheren Version hieß es, die damalige Bundesregierung habe 2015 das Ziel formuliert, jährlich zehn Prozent des BIP für Bildung und Forschung auszugeben. Tatsächlich wurde dieses Ziel schon 2008 für die Zeit ab 2015 ausgeben. Wir haben die Stelle im Text korrigiert.

olb/afp
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