Studium im Exil in Deutschland Onlinehilfe für ukrainische Studierende und Forschende

Mit bis zu 100.000 Akademikerinnen und Akademikern aus der Ukraine rechnen die deutschen Hochschulen in den kommenden Wochen. Ein neues Onlineportal soll die Integration der Geflüchteten erleichtern.
Aus der Ukraine geflüchtete Menschen (im Flughafen Erfurt-Weimar)

Aus der Ukraine geflüchtete Menschen (im Flughafen Erfurt-Weimar)

Foto: Michael Reichel / dpa

Deutsche Unis und Fachhochschulen stehen nach der Einschätzung von Fachleuten vor einem Ansturm von Akademikerinnen und Akademikern aus der Ukraine. »Wir gehen derzeit von bis zu 100.000 ukrainischen Studierenden und Forschenden aus, die in nächster Zeit Unterstützung und eine akademische Perspektive in Deutschland benötigen«, sagt Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

Um diese Aufgaben stemmen zu können, brauche es neben finanzieller Hilfsprogramme eine zentrale akademische Informationsstelle. Der DAAD hat deshalb eine entsprechende Onlineplattform für Geflüchtete aus der Ukraine ins Leben gerufen.

Auf der Website der Nationalen Akademischen Kontaktstelle Ukraine  finden ukrainische Studierende und Forschende Informationen zu Aufenthalt, Studium und Forschung sowie zum Alltagsleben in Deutschland. Das Portal ist auf Deutsch und Englisch verfügbar, die ukrainische Sprachfassung wird noch ausgebaut.

Das Angebot bündelt auch Hilfsangebote der deutschen Wissenschaft. Zahlreiche Hochschulen haben bereits aus ihren Haushaltsmitteln Stipendien und andere Hilfen zur Verfügung gestellt. Das Interesse daran ist groß: Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat der DAAD nach eigenen Angaben mehr als tausend Anfragen mit Bitten um Informationen und Unterstützung erhalten.

him/AFP