US-Universitäten Trump stellt chinesische Studenten unter Spionage-Generalverdacht

Jeder Austauschstudent ein potenzieller Spion? US-Präsident Trump schürt diesen Verdacht gegenüber Gaststudierenden aus China - die fürchten jetzt, zum Opfer der Spannungen zwischen den USA und China zu werden.
Studierende feiern ihren Abschluss an der Columbia University (Archivbild)

Studierende feiern ihren Abschluss an der Columbia University (Archivbild)

Foto: Sonia Moskowitz Gordon/ imago images/ZUMA Wire

Donald Trump wirft chinesischen Studentinnen und Studenten in den USA Spionage vor - und will nach Angaben seiner Regierung dagegen vorgehen. Man habe die "Verpflichtung", dafür zu sorgen, dass Studenten an US-Hochschulen "nicht im Auftrag der Kommunistischen Partei Chinas" agierten, sagte Außenminister Mike Pompeo im TV-Sender Fox News. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass chinesische Studierende in den USA "spionieren".

Die "New York Times" hatte zuvor berichtet, dass Trump darüber nachdenke, Tausende chinesische Studierende aus den USA auszuweisen, sofern die Nachwuchsakademiker Verbindungen zu den Streitkräften der Volksrepublik hätten. Viele US-Universitäten sind allerdings stark auf die von chinesischen Studierenden gezahlten Studiengebühren angewiesen.

Die Spannungen zwischen Washington und Peking haben zuletzt stark zugenommen. Trump hat für diesen Freitag eine Pressekonferenz zum Thema China angekündigt, ohne sich näher zum Inhalt zu äußern. Pompeo ließ offen, ob es dabei um die angebliche Spionage durch Studentinnen und Studenten gehen könnte.

him/AFP
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