Lieferung auch nach Hause Bundesregierung bezahlt Mittagessen für bedürftige Kinder

Kinder aus bedürftigen Familien sollen ihr Schulessen auch nach Hause geliefert bekommen. Das kündigte Arbeitsminister Hubertus Heil an. Gelder der Bundesregierung seien dafür freigegeben.
Fällt seit der Schließung der Schulen für bedürftige Kinder oft aus: das Mittagessen (hier in einer Schule in Potsdam, Archivbild)

Fällt seit der Schließung der Schulen für bedürftige Kinder oft aus: das Mittagessen (hier in einer Schule in Potsdam, Archivbild)

Foto: Ralf Hirschberger/ picture alliance / dpa

In der Coronakrise sollen Kommunen Bundesmittel auch dafür nutzen können, bedürftigen Kindern ein kostenloses Mittagessen nach Hause zu liefern. Das sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Freitag beim Besuch einer Küche für Schulessen in Potsdam.

Am kommenden Montag sollen die Kommunen weitere Informationen dazu erhalten. Per Rundschreiben würden sie darüber informiert, dass sie die Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket flexibler einsetzen dürften, so Heil.

Bislang sieht das Gesetz vor, dass Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien ein kostenloses Essen erhalten könnten - allerdings in der Schule oder Kita. "Das ist in der aktuellen Situation aus Infektionsschutzgründen nicht möglich", sagte der Bundesarbeitsminister. In Abstimmung mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sei er daher zu der Auffassung gekommen, dass eine Änderung des Gesetzes nicht notwendig sei. Das Rundschreiben solle den Kommunen Rechtssicherheit verschaffen.