Südhessen Wohnhaus brennt nach Explosion nieder

Gebäudeteile sollen bis zu 30 Meter hoch in die Luft geflogen sein: In Südhessen ist ein Wohnhaus explodiert und anschließend abgebrannt. Von dem Gebäude blieb nur ein Trümmerhaufen übrig.

Ein Trümmerhaufen: Zerstörtes Gebäude in Birkenau
Boris Roessler/DPA

Ein Trümmerhaufen: Zerstörtes Gebäude in Birkenau


Nachbarn hörten am Morgen einen lauten Knall: Ein Wohnhaus im südhessischen Birkenau ist explodiert und bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Gebäudeteile seien 20 bis 30 Meter hoch in die Luft geschleudert worden, hieß es von der Polizei in Darmstadt. "Das Haus ist ein Trümmerhaufen und eigentlich gar nicht mehr als Gebäude erkennbar", sagte eine Sprecherin.

Die Polizei sucht nun nach dem Hausbesitzer. Der 59-Jährige steht unter Verdacht, das Gebäude am Freitagmorgen angezündet zu haben. Am Nachmittag veröffentlichten Polizei und Staatsanwaltschaft einen Fahndungsaufruf nach dem Mann. Ihm werde besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen, hieß es in der Mitteilung.

Hinweise auf den Aufenthaltsort des 59-Jährigen, der wohl alleine lebte, gab es den Angaben zufolge nicht. Unter den Trümmerteilen sei er nicht gefunden worden.

Das Haus hätte am Freitag zwangsversteigert werden sollen, sagte eine Polizeisprecherin. In der Brandruine seien mehrere Gasflaschen gefunden worden, so die Ermittler. Einige seien "entweder im Zuge des Feuers oder vor Brandausbruch gezündet worden, so dass es zu einer Explosion kam".

Umliegende Häuser wurden sicherheitshalber geräumt, wie die Polizeisprecherin sagte. Das Dach eines Nachbargebäudes sei beschädigt worden, über andere Schäden an weiteren Häusern ist bislang nichts bekannt. Am Nachmittag wurde nach dem Ende der Löscharbeiten damit begonnen, die Trümmer des zerstörten Hauses abzutragen.

ulz/dpa

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