Bis zu 47 Grad in Las Vegas Westen der USA rechnet erneut mit extremer Hitzewelle

Erneut leiden Millionen US-Amerikaner an diesem Wochenende unter extrem hohen Temperaturen. Für Teile Kaliforniens und Nevadas gilt sogar die höchste Warnstufe, die Feuerwehr kämpft gegen mehrere Brände.
Feuerwehr in Kalifornien: Extreme Trockenheit und große Hitze

Feuerwehr in Kalifornien: Extreme Trockenheit und große Hitze

Foto: Noah Berger / dpa

In den westlichen US-Bundesstaaten wird an diesem Wochenende erneut mit extremer Hitze gerechnet. Für mehr als 31 Millionen Menschen sprach der Nationale Wetterdienst entsprechende Warnungen aus.

In großen Teilen Kaliforniens und Nevadas gilt demnach gar die höchste Warnstufe: Gesundheitlich gefährdet sind wegen der anhaltenden Hitze und fehlender nächtlicher Abkühlung damit nicht nur Ältere oder Kranke, sondern die gesamte Bevölkerung. Extreme Hitze wird auch in Utah und Arizona erwartet.

Im für seine Hitze berüchtigten Death Valley in Kalifornien könnten die Temperaturen auf mehr als 50 Grad Celsius steigen. Die höchste dort je gemessene Temperatur habe bei 56,7 Grad gelegen. Dieser Wert werde diesmal wohl nicht erreicht. Auch in Las Vegas und Sacramento könnte es besonders heiß werden:

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Erst vergangene Woche hatte eine Hitzewelle im Nordwesten der USA und im westlichen Kanada mit Temperaturen von bis knapp 50 Grad Hunderte Menschenleben gefordert. In der kanadischen Gemeinde Lytton rund 260 Kilometer nordöstlich von Vancouver waren 49,6 Grad gemessen worden – zuvor hatte der Rekord in Kanada bei 45 Grad gelegen. Wenige Tage danach war die Ortschaft in einem Flammeninferno fast vollständig zerstört worden.

In Kalifornien kämpft die Feuerwehr gegen mehrere Brände. Nahe dem Redwood Valley im Bezirk Mendocino habe ein Feuer ein Gebäude zerstört, meldete die Feuerschutzbehörde Calfire. Mehrere Bewohner hätten vorübergehend ihre Häuser verlassen müssen. Bis Donnerstagabend sei der Brand zu 75 Prozent unter Kontrolle gebracht worden.

Dürrenotstand auf fast ganz Kalifornien ausgeweitet

Wegen zunehmender Dürre und der steigenden Temperaturen hat Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom am Donnerstag die Einwohner des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaats zum Wassersparen aufgerufen. Die Menschen sollten im Vergleich zum Vorjahr freiwillig 15 Prozent weniger Wasser verbrauchen, sagte er auf einer Pressekonferenz. Der Appell richte sich nicht nur an die Bevölkerung allgemein, sondern auch an die Industrie und die Landwirtschaft.

Die Bürger sollten kürzer duschen, den Rasen weniger häufig bewässern und etwaige Lecks in Leitungen reparieren. Es gehe um »gesunden Menschenverstand«, betonte Newsom. Zugleich kündigte der Politiker der Demokraten an, der im April ausgerufene Dürrenotstand werde um neun weitere auf nunmehr 50 der 58 Bezirke Kaliforniens ausgeweitet. Dies entspreche etwa 42 Prozent der Bevölkerung des Bundesstaats.

Niederschläge und die Schneedecke in den Bergen, die gewöhnlich die Wasserreservoire füllen, sind bereits auf einem kritischen Tiefstand. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern verschärft der Klimawandel zudem Trockenheit, Hitze und Wetterextreme, die zu heftigeren Waldbränden beitragen können.

abl/dpa