Reaktion auf Finanzskandal Bistum Limburg setzt Aufseher für Vermögensverwaltung ein

Das Bistum Limburg hat seine Vermögensverwaltung neu strukturiert. Grund für diesen Schritt ist der Finanzskandal um den früheren Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst.
Bischöfliche Residenz am Dom in Limburg (Archiv)

Bischöfliche Residenz am Dom in Limburg (Archiv)

Foto: Frank Rumpenhorst/ picture alliance / dpa

Das bisherige System der Vermögensverwaltung im Bistum Limburg war im Zusammenhang mit der Kostenexplosion am neuen Bischofssitz in die Kritik geraten. Als Reaktion auf den Finanzskandal um seinen früheren Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat das Bistum nun seine Vermögensverwaltung reformiert.

Kern der neuen Struktur ist ein aus fünf Laien bestehendes Kontrollgremium. Die Aufseher müssen von sofort an vor wirtschaftlichen Entscheidungen gefragt werden und können Vorhaben blockieren, wie das Bistum erläuterte. Dazu gehören auch Bauvorhaben.

Das Votum des Gremiums bindet Bischof und Bistum. Gewählt werden die Kontrolleure vom ebenfalls mit Laien besetzten Diözesankirchensteuerrat. Die seit April geltende Neuordnung bringt laut Bistum mehr Transparenz, mehr externe Aufsicht und personelle Entflechtung.

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wit/dpa
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