Lieferando akzeptiert Bitcoin – damit mehr Gamer bestellen

Von Elena Everding

Dieser Beitrag wurde am 25.01.2018 auf bento.de veröffentlicht.

Die Pizza mit Bitcoin bezahlen – das geht seit Juli 2017 bei Lieferando. Die Quattro Formaggi gibt's zum Beispiel für 0,0007770 Bitcoin – oder eben sieben Euro

Aber lohnt es sich für den Lieferdienst, die Kryptowährung neben Kreditkarte oder Paypal als Zahlungsmittel zu akzeptieren? 

In den USA hat der Bezahldienstleister “Stripe" gerade erst seine Unterstützung für Bitcoin-Zahlungen eingestellt. Die Begründung: In der Zeit, bis eine Überweisung bestätigt ist, kann der Kurs stark schwanken. So würden oft falsche Beträge überwiesen. Außerdem seien die Transaktionsgebühren zu hoch (Stripe ).

Lieferando ist dagegen nach etwa einem halben Jahr Bitcoin-Bezahlungen noch optimistisch und will auch in Zukunft daran festhalten, obwohl weniger als ein Prozent der Bestellungen per Bitcoin bezahlt werden. Lieferando sagt, dass sie momentan eher eine spezifische Kundengruppe ansprechen und nicht die Masse. Diese Kunden sind laut dem Unternehmen vor allem Gamer: “Gaming-affine Leute bestellen tatsächlich sehr viel Essen und dieser Zielgruppe wollen wir entgegenkommen", sagte eine Unternehmenssprecherin zu bento.


Für die Gamer eine praktische Möglichkeit, ihre Bitcoins in Essen umzuwandeln – solange der Kurs nicht noch weiter abfällt. Nachdem der Kurs Ende vergangenen Jahres explodierte und ein Hype um die Kryptowährung entstand, fiel er seit Mitte Dezember stark schwankend ab

Die Gefahr, dass es bei der Lieferando-Bestellung wie im Fall von "Stripe" wegen der Kursschwankungen zu falschen Buchungen kommt, besteht aber nicht. Die Bitcoins würden für das Unternehmen von seinem Zahlungsdienstleister in Euro umgetauscht, sodass kein Risiko durch Währungsschwankungen bestehe, erklärt die Sprecherin. 

Ein Bitcoin ist zurzeit etwa 9000 Euro wert, das sind etwa 11.000 US-Dollar. Am 17. Dezember erreicht der Bitcoin seinen bisherigen Rekordwert von 20.000 US-Dollar. Trotz des Kursabfalls und der Prophezeiungen von Finanzexperten, dass der Bitcoin am Ende sei: Lieferando sieht ihn immer noch als eine "innovative Währung", die sehr viel Potential biete. 

Übrigens: 

Das erste Mal wurde der Bitcoin 2010 als Zahlungsmittel von einem Programmierer aus Florida genutzt. Er tauschte zwei Pizzen gegen 10.000 Bitcoins, damals im Wert von rund 41 US-Dollar (bento ). Heute wären sie um die 110 Millionen Dollar wert.

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