Bizarrer Unfall Tourist stürzte in Geysir

In höchster Lebensgefahr schwebt ein Spanier, der bei einer Chile-Reise verunglückte. Der Urlauber war in eine Quelle mit kochendem Wasser gefallen.


DER SPIEGEL

Santiago de Chile - Der Mann habe sich an dem blubbernden Geysir bei El Tatio in der Atacama-Wüste im Norden Chiles fotografieren lassen wollen und dabei das Gleichgewicht verloren, berichtete die chilenische Zeitung "La Tercera" am Montag. Ein mitreisender Franzose und ein Deutscher hätten den 37-jährigen Mediziner sofort aus dem Geysir gezerrt, doch die Haut des Spaniers sei zu 92 Prozent verbrüht. Ein Arzt schätzte die Überlebenschancen des Mannes deshalb als sehr gering ein. Der Urlauber wird nun in einem Krankenhaus in Santiago de Chile behandelt.

Nach Angaben des Blattes erreichen die Quellen in dem Gebiet eine Temperatur von fast 90 Grad Celsius. Ein Mitreisender berichtete, über den heißen Quellen steige feiner Wasserdampf auf. Möglicherweise sei dadurch die Sicht des Kontaktlinsenträgers getrübt gewesen. Er habe den Eindruck, dass der Mann die Distanz zu dem Loch falsch eingeschätzt habe und dann ins Straucheln kam.

Der Tourist sei nach dem Unfall trotz der schweren Verbrennungen bei Bewusstsein gewesen und habe mit dem Führer der Reisegruppe gesprochen. Er habe sich selbst die Schuld an dem Unglück gegeben, heißt es in dem Blatt. Er habe darüber lamentiert, dass er die Warnhinweise besser hätte beachten sollen.

Ob der Verletzte in seine Heimat ausgeflogen werden kann, ist ungewiss.



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