Vollsperrung der A2 Experten entschärfen 250-Kilo-Fliegerbomben in Hannover

Fast den ganzen Sonntag war die A2 im Raum Hannover gesperrt, kein Auto fuhr mehr, 16.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen: Am Abend entschärfte der Kampfmittelräumdienst zwei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg.

Zwei Fünf-Zentner Bomben: "Schlimmere Zustände befürchtet"
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Zwei Fünf-Zentner Bomben: "Schlimmere Zustände befürchtet"


Bombenexperten haben bei Hannover zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht. An drei Orten waren neben der Autobahn A2 in Langenhagen Blindgänger vermutet worden, an zwei Stellen bestätigte sich die Vermutung.

"Es hat bei einigen Leuten länger gedauert, bis sie das Haus verlassen haben", sagte Stadtsprecherin Juliane Stahl. Manche der 16.000 Menschen, die wegen der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen mussten, hatten seit dem frühen Morgen bei Freunden, Verwandten oder in öffentlichen Sammelstellen ausgeharrt.

Notunterkunft in Langenhagen: Warten auf die Entwarnung
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Notunterkunft in Langenhagen: Warten auf die Entwarnung

In der Verkehrsmanagementzentrale in Hannover waren die Verantwortlichen am Nachmittag erleichtert. Die Sperrung der A2 habe lediglich zu leichten Behinderungen auf den Straßen geführt, meldete ein Sprecher. Angesichts des Reiseverkehrs waren deutlich schlimmere Zustände befürchtet worden.

Immer wieder werden in Deutschland Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Erst Ende Mai hatten 20.000 Menschen ihre Häuser im Kölner Stadtteil Riehl verlassen müssen, weil Bomben entschärft werden mussten. Eine Woche zuvor war ein 250-Kilo-Blindgänger in Hannover unschädlich gemacht worden.

kha/dpa

insgesamt 31 Beiträge
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Seite 1
flyhi172 19.07.2015
1. Der 2. Weltkrieg ist noch lange nicht vorbei....
in diesem Jahrtausend werden nicht nur Blindgaenger aus dem 2. Weltkrieg gefunden, leider fordert der 2. Weltkrieg auch immer noch Todesopfer wenn diese vorzeitig explodieren.
Bernd.Brincken 19.07.2015
2. Zahlen
Warum müssen 16.000 Menschen ihre Häuser verlassen, wenn zwei Bomben entschärft werden? Selbst wenn beide mit unverminderter Sprengkraft explodierten, weiter als hinter den ersten Häuserblock reicht die Wirkung von Druck und Splittern nicht. Durch einen Erdwall o.ä. liesse sich auch dies noch eindämmen. Wie weit ist die A2 von den Bomben entfernt? Also man wird das Gefühl nicht los, dass der Räumdienst bzw. die beteiligten Behörden hier eine gewisse Genugtuung spüren, wenn sie 16.000 Menschen nach ihrer Pfeife tanzen lassen können. Die Aktion ist doch offenbar völlig maßlos.
michell7611 19.07.2015
3.
Mich würde interessieren, wie eine solche Vermutung zustande kommt Durch Satellitenaufnahmen?
moistvonlipwik 19.07.2015
4.
Zitat von michell7611Mich würde interessieren, wie eine solche Vermutung zustande kommt Durch Satellitenaufnahmen?
Die RAF hat Luftaufnahmen zur Verfügung gestellt, die kurz nach den Angriffen aufgenommen wurden. Diese zeigen die bombardierten Gegenden. Und wo bombardiert wurde, sind auch die Blindgänger.
moistvonlipwik 19.07.2015
5.
Zitat von Bernd.BrinckenWarum müssen 16.000 Menschen ihre Häuser verlassen, wenn zwei Bomben entschärft werden? Selbst wenn beide mit unverminderter Sprengkraft explodierten, weiter als hinter den ersten Häuserblock reicht die Wirkung von Druck und Splittern nicht. Durch einen Erdwall o.ä. liesse sich auch dies noch eindämmen. Wie weit ist die A2 von den Bomben entfernt? Also man wird das Gefühl nicht los, dass der Räumdienst bzw. die beteiligten Behörden hier eine gewisse Genugtuung spüren, wenn sie 16.000 Menschen nach ihrer Pfeife tanzen lassen können. Die Aktion ist doch offenbar völlig maßlos.
Heute wird alles evakuiert, was sich im maximalen Radius fliegender Splitter befindet. Das sind mehrere hundert Meter rund um den Fundort.
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