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18. Januar 2014, 09:03 Uhr

Rio de Janeiro

Blitz beschädigt Christus-Statue

Die Christus-Statue von Rio de Janeiro hat unter Unwettern schwer zu leiden. Erst schlug ein Blitz einen Mittelfinger ab, jetzt fiel ein Daumen einem Sturm zum Opfer. Ein Pfarrer beruhigt: Für Ersatzteile ist schon gesorgt.

Rio de Janeiro - Ein Gewitter hat in Rio de Janeiro für Stromausfälle und Überflutungen gesorgt - und die berühmte Christus-Statue von Rio de Janeiro den Daumen gekostet. In der Nacht zu Freitag schlug nach Angaben von Behörden ein Blitz ein, der einen Teil des Fingers an der rechten Hand abbröckeln ließ. Die Betonhand war bereits verstümmelt: Im vergangenen Monat hinterließ ein Sturm einen zerstörten Mittelfinger.

Nach Angaben des brasilianischen Raumfahrtzentrums INPE erhellten während des dreistündigen Gewitters insgesamt 40.000 Blitze den Himmel über den Bundesstaat Rio. Auch Dutzende Bäume wurden getroffen.

Der 30 Meter hohe "Cristo Redentor", der auf dem Berg Corcovado über dem Süden der Stadt thront, ist inzwischen 82 Jahre alt. Die exponierte Skulptur wird oft von Blitzen getroffen. Erst 2010 war eine Restaurierung des Wahrzeichens von Rio de Janeiro für vier Millionen Dollar abgeschlossen worden, die erodierte Teile des Gesichts und der Hände wiederhergestellt hatte.

Auch jetzt ist Erste Hilfe in Sicht: Das Erzbistum von Rio teilte mit, dass die Christus-Statue Anfang Februar repariert werden soll. Die Kirche habe einen Vorrat desselben Steins, der beim Bau in den Zwanzigern verwendet worden war, sagte der für das Denkmal verantwortliche Pfarrer Pater Omar Raposo dem Globo Radio. Die Skulptur besteht aus Stahlbeton, der mit einem Specksteinmosaik überzogen ist.

abl/AP/AFP

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