Flugzeugabsturz Ethiopian-Airlines-Chef rechnet "diese oder nächste Woche" mit Untersuchungsbericht

Nach dem Absturz einer Boeing 737 Max 8 in Äthiopien suchen Experten weiter nach den Ursachen. Laut dem Chef der betroffenen Airline könnte es aber schon in wenigen Tagen einen ersten Bericht geben.

Experten an der Unglücksstelle
REUTERS

Experten an der Unglücksstelle


Der Geschäftsführer der Ethiopian Airlines, Tewolde GebreMariam, rechnet schon bald mit ersten Untersuchungsergebnissen zum Absturz der Boeing 737 Max 8, bei dem 157 Menschen gestorben waren. Einen vorläufigen Bericht könne es "vielleicht diese oder nächste Woche" geben, sagte GebreMariam der Nachrichtenagentur Reuters.

Zuvor hatte die Airline angekündigt, trotz des Unglücks weiter an der Zusammenarbeit mit dem US-Flugzeugbauer Boeing festhalten zu wollen. "Lasst mich ganz klar sagen: Ethiopian Airlines glaubt an Boeing", sagte GebreMariam.

Unfallermittler suchen derzeit nach dem Szenario, das zum Absturz der Ethiopian-Airlines-Maschine führte. Im Oktober war ein baugleiches Flugzeug der indonesichen Lion-Air - vermutlich aus ähnlicher Ursache - abgestürzt, auch damals gab es mehr als Hundert Tote.

Nach dem Absturz der äthiopischen Maschine wurden in zahlreichen Ländern Flugverbote erlassen. Weltweit sind derzeit gut 380 Boeing 737 Max am Boden. Experten vermuten, dass die Steuersoftware MCAS bei beiden Abstürzen eine wichtige Rolle spielte. Für den US-Flugzeugbauer stellt das "Grounding" ein finanzielles Desaster dar.

Boeing kündigte ein Update für das System MCAS an - am Mittwoch soll eine größere Informationsveranstaltung dazu stattfinden. Der Chef von Ethiopian Airlines geht davon aus, dass das Programm auch beim Absturz des Jets seiner Gesellschaft aktiviert gewesen ist.

fek/Reuters/dpa



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