Boeing 787 Dreamliner landet außerplanmäßig auf französischer Pazifikinsel

Außerplanmäßige Umleitung: Eine Boeing von United Airlines hat auf ihrem Flug in die USA einen unerwarteten Stopp eingelegt. Grund für die Landung war offenbar eine Rauchentwicklung im Cockpit.

Flugzeug der United Airlines (Archiv)
Alexandra Wimley/ ZUMA Press/ imago

Flugzeug der United Airlines (Archiv)


Eine Boeing 787-900 der US-Fluggesellschaft United Airlines ist außerplanmäßig in Neukaledonien notgelandet. Laut der Nachrichtenagentur AFP wurde die Maschine des Typs Dreamliner auf einem Langstreckenflug von Australien in die USA auf die zu Frankreich gehörende Inselgruppe im Pazifik umgeleitet. An Bord waren demnach 256 Passagiere.

Der Lokalzeitung "Les Nouvelles Calédoniennes" zufolge landete die Maschine gegen 16.20 Uhr Ortszeit auf dem internationalen Flughafen von Neukaledoniens Hauptstadt Nouméa auf der Hauptinsel Grande Terre. Grund war nach Angaben eines Mitarbeiters der Betreiberfirma des Flughafens offenbar, dass Rauch aus dem Cockpit kam. Die Zeitung berichtete, in dem Flugzeug seien die Sauerstoffmasken heruntergefallen.

Die Passagiere hätten die Maschine nach der Landung jedoch "in Ruhe" verlassen. Ein Radiosender berichtete, allen Passagieren gehe es gut. Sie müssten die Nacht aber in Nouméa verbringen, weil das Flugzeug technisch untersucht werde.

Auf Twitter dankte ein Passagier dem Piloten und der Besatzung für das "ruhige und professionelle" Verhalten und postete ein Bild des Langstreckenflugzeugs. Neukaledonien liegt rund 2700 Kilometer nordöstlich von Melbourne im Südpazifik.

Boeing steht nach zwei Flugzeugunglücken mit dem Modell 737 MAX 8 massiv in der Kritik. Am 10. März war eine 737 MAX 8 der Ethiopian Airlines kurz nach dem Start in Addis Abeba abgestürzt, im Oktober verunglückte eine Lion-Air-Maschine des gleichen Typs vor der indonesischen Insel Java. Insgesamt starben bei beiden Abstürzen fast 350 Menschen. Die Abstürze wiesen Ähnlichkeiten auf, weshalb die gesamte 737-MAX-Flotte nicht mehr fliegen darf.

fek/AFP/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.