Alarm in Bonn Mann überquert Rhein mit Gummi-Flamingo - und löst Großeinsatz aus

In einem aufblasbaren Plastikvogel sichteten Passanten einen jungen Mann auf dem Rhein. Daraufhin rückten Dutzende Rettungskräfte aus - und durften nicht mal die Personalien des Risikofreudigen aufnehmen.
Aufblasbarer Flamingo (Archivbild): Nicht-manövrierfähiges Schwimmgerät

Aufblasbarer Flamingo (Archivbild): Nicht-manövrierfähiges Schwimmgerät

Foto: Sebastian Kahnert/ DPA

Ein junger Mann hat mit einem aufblasbaren Gummi-Flamingo den Rhein in Bonn überquert und so einen großen Rettungseinsatz ausgelöst. Die Feuerwehr-Leitstelle sei am Montagabend von einem Passanten informiert worden, dass eine Person schlaff auf dem Flamingo liege und auf Ansprache nicht reagiere, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Da solch eine Situation eine "Riesengefahr" sein könne, alarmierte die Leitstelle eigenen Angaben zufolge  ein Großaufgebot - mit rund 45 Rettern und einem Hubschrauber. Demnach rückten Polizei, Wasserschutzpolizei, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, Feuerwehren und ein Rettungsdienst aus.

"Nach intensiver Suche" sei der Mann gefunden worden, der den Fluss erfolgreich von der rechts- zur linksrheinischen Seite überquert hatte und wohlauf gewesen sei. Ihm sei nachdrücklich gesagt worden, wie gefährlich die Aktion war, sagte der Sprecher. Da er aber nichts Verbotenes getan habe, seien die Personalien des Mannes nicht aufgenommen worden.

Schwimmen im Rhein gilt wegen der starken Strömung sowie der Sogwirkung, die Frachtschiffe auslösen können, als lebensgefährlich. Mit einem "nicht-manövrierfähigen" Schlauchboot sei eine Fahrt auf dem Fluss ebenfalls sehr gefährlich, sagte der Feuerwehrsprecher.

mxw/dpa
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