Vor libyscher Küste Boot mit 170 Flüchtlingen gesunken

Vor der Küste Libyens hat sich offenbar erneut ein tödliches Flüchtlingsdrama abgespielt. Gesunken ist ein Boot mit mindestens 170 Afrikanern, die auf dem Weg nach Europa waren. Bislang wurden 17 von ihnen gerettet.

Turnschuh eines Flüchtlings: Vermisste Passagiere vermutlich ertrunken
AFP

Turnschuh eines Flüchtlings: Vermisste Passagiere vermutlich ertrunken


Tripolis - Vor der Küste Libyens ist ein Boot mit mindestens 170 afrikanischen Flüchtlingen gesunken. Die Küstenwache habe 17 von ihnen gerettet, sagte ein Sprecher der libyschen Marine. Die Suche nach den anderen Passagieren laufe noch. Das hölzerne Boot war den Angaben zufolge auf dem Weg nach Europa.

Laut Al Jazeera wurden bislang 20 Todesopfer geborgen. Die Marine gehe davon aus, dass die vermissten Passagiere ertrunken seien. Unter ihnen sollen Menschen aus Somalia und Eritrea sein.

Dem Sprecher zufolge befindet sich die Unglücksstelle östlich von Tripolis in der Nähe der Ortschaft Qarabouli. Von dort aus würden Schleuser regelmäßig Überfahrten mit Flüchtlingen starten.

Zuletzt war die Zahl jener Afrikaner, die über das Mittelmeer Europa zu erreichen versuchen, sprunghaft angestiegen. Allein im laufenden Jahr haben bereits mehr als 100.000 Menschen die italienische Küste erreicht, wie die Regierung in Rom mitteilte. Rund 70.000 Flüchtlinge wurden im Rahmen der "Mare Nostrum"-Mission von der italienischen Marine gerettet.

rls/Reuters

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