US-Bundesstaat Colorado Zehn Tote bei Angriff auf Supermarkt

Ein Schütze hat in einem Supermarkt im US-Bundesstaat Colorado das Feuer eröffnet. Zehn Menschen wurden dabei getötet – darunter auch ein Polizist. Der mutmaßliche Angreifer wurde festgenommen.
Tatort in der Stadt Boulder im US-Bundesstaat Colorado: Ein Schütze tötete bei einem Angriff auf einen Supermarkt zehn Menschen

Tatort in der Stadt Boulder im US-Bundesstaat Colorado: Ein Schütze tötete bei einem Angriff auf einen Supermarkt zehn Menschen

Foto: JASON CONNOLLY / AFP

Bei dem Schusswaffenangriff in einem Supermarkt im US-Bundesstaat Colorado sind am Montag nach Angaben der Polizei mindestens zehn Menschen getötet worden. Unter den Opfern sei auch ein Polizist, sagte die Chefin der Polizei in Boulder, Maris Herold.

Der Beamte sei als Erster am Tatort eingetroffen, nachdem Schüsse aus dem Supermarkt gemeldet worden seien. Herold lobte den »heldenhaften« Einsatz des erschossenen Polizisten. Der mutmaßliche Angreifer wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft festgenommen.

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Der Täter hatte am Nachmittag in einem Supermarkt in der rund 50 Kilometer nordwestlich von Denver gelegenen Stadt Boulder das Feuer eröffnet. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Livebilder vom Tatort zeigten, wie die Beamten einen am Bein blutenden Mann in Handschellen abführten. Die Polizei machte aber zunächst keine Angaben dazu, ob es sich bei ihm um den festgenommenen Verdächtigen handelte.

US-Präsident Joe Biden sei über die Tat informiert worden, schrieb seine Sprecherin Jen Psaki im Onlinedienst Twitter. Colorados Gouverneur Jared Polis sprach von einer »sinnlosen Tragödie«. Auch Boulders Bürgermeister Sam Weaver zeigte sich erschüttert von der Gewalttat.

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Erst in der vergangenen Woche hatte es tödliche Angriffe auf drei Massagestudios im Bundesstaat Georgia gegeben. Acht Menschen wurden erschossen, unter ihnen sechs Frauen asiatischer Herkunft.

In Colorado hatten sich in den vergangenen Jahrzehnten zwei der schlimmsten Schusswaffenangriffe der jüngeren US-Geschichte ereignet. An der Columbine High School in Littleton hatten zwei Jugendliche im April 1999 zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen. Danach begingen sie Suizid.

Im Juni 2012 eröffnete ein 24-jähriger Mann in einem Kino in der Stadt Aurora das Feuer und tötete zwölf Menschen. Der Amokläufer wurde später zu lebenslanger Haft verurteilt.

cop/dpa/AFP
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