Boxerinnen mit Kopftuch dürfen jetzt auch international antreten

Von Selma Zoronjić
Foto: dpa/Arne Immanuel Bänsch

Dieser Beitrag wurde am 19.02.2019 auf bento.de veröffentlicht.

Boxerinnen, die ein Kopftuch tragen, soll es in Zukunft auch möglich sein, international Kämpfe bestreiten zu dürfen. Das hat die AIBA (International Boxing Association), der Weltverband des Olympischen Boxsports, beschlossen.

In einer offiziellen Mitteilung, die im Rahmen eines in Istanbul stattfindenden Vorstandstreffens herausgegeben wurde, heißt es: 

"Die Bekleidungsregeln wurden auf den neuesten Stand gebracht. Es wird möglich sein, Sport-Hidschabs zu benutzen, sofern das aus religiösen Gründen erwünscht ist. Außerdem wird es auch möglich sein, in Ganzkörperanzügen anzutreten, die die Farben der jeweiligen Länder berücksichtigen." (AIBA )

Zahlreiche Boxerinnen haben sich für diese neue Regelung eingesetzt.

Ganz vorne mit dabei: Zeina Nassar, Deutsche Box-Meisterin in der Gewichtsklasse 57 Kilogramm. Auch in Deutschland war das Boxen mit Kopftuch lange nicht erlaubt, bis ihre Trainerin extra eine Änderung der Wettkampfbestimmungen erzwingen konnte.

Neben dem Ring gab es aber noch die Herausforderung, überhaupt als Boxerin mit Kopftuch anerkannt zu werden.

Zeina Nassar

Auf Facebook  zeigte sich Zeina zufrieden mit der Entscheidung der AIBA:

"Die International Boxing Association hat das Tragen von Sport-Hijabs in internationalen Kämpfen endlich genehmigt! Ein großer Gewinn für mich, ein großer Gewinn für Frauen auf der ganzen Welt."


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