Brände in Buenos Aires "Eine von Menschen geschaffene Katastrophe"

Verheerende Brände in Buenos Aires: Bauern sollen rund 70.000 Hektar Land abgebrannt haben. Wegen des dichten Rauchs wurden Landungen auf den Flughäfen abgesagt, Fernstraßen gesperrt, Krankheiten drohen.


Buenos Aires - Die argentinische Hauptstadt Buenos Aires ist in dichte Rauchschwaden gehüllt: Nach Angaben von Innenminister Florencio Randazzo versengten die Flammen in den vergangenen Tagen rund 70.000 Hektar Fläche.

"Wir stehen vor einer von Menschen geschaffenen Katastrophe", sagte Randazzo. Wegen des dichten Rauchs wurden Landungen auf den Flughäfen von Buenos Aires abgesagt, die Polizei sperrte wichtige Fernstraßen. Auch Busverbindungen fielen wegen mangelnder Sicht aus. Krankenhäuser berichteten von einer steigenden Zahl Patienten mit Augenproblemen.

Die Behörden werfen Bauern vor, die Brände gelegt zu haben, um auf billige Art Gestrüpp von Weideland zu entfernen. Umweltstaatssekretärin Romina Picolotti sagte, es drohten Gesundheitsrisiken.

jjc/AP



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