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05. Januar 2011, 21:20 Uhr

Brand bei Rotterdam

Chemie-Firma geht in Flammen auf

Großalarm in den Niederlanden: Auf dem Gelände eines Chemie-Betriebs nahe Rotterdam brach ein Brand aus, der auf Nachbargrundstücke übergriff. Giftige Stoffe wurden zwar nicht freigesetzt, teilten die Behörden mit, doch am Abend hatte die Feuerwehr die Flammen noch nicht ganz unter Kontrolle.

Rotterdam - Stundenlang wütete der Großbrand in dem Chemie-Betrieb bei Rotterdam, es gab heftige Explosionen, schwarze Rauchwolken stiegen auf. Doch am Mittwoch-Abend gaben die Behörden Entwarnung: Es seien keine Giftstoffe freigesetzt worden, anders als zunächst befürchtet.

Das hätten Luftmessungen ergeben, sagte der Bürgermeister der betroffenen Ortschaft Moerdijk, Wim Denie. Über die Ursache des Unglücks wurde zunächst nicht bekannt.

Die Polizei nannte das Feuer am Abend "beherrschbar", aber noch nicht völlig unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand. Die Behörden hatten am Nachmittag die höchste Alarmstufe ausgerufen, kurz nachdem über dem Unternehmen Chemie-Pack hohe Stichflammen aufschossen. In der rund 45 Kilometer südlich von Rotterdam gelegenen Firma werden Chemikalien für Transport und Lagerung verpackt, darunter auch giftige und ätzende Stoffe.

Während des Einsatzes zahlreicher Löschzüge mit rund 150 Feuerwehrleuten explodierten auf dem Gelände potenziell gefährliche Stoffe. Einsatzkräfte vermuteten, dass es sich dabei um Speichertanks handelte, die jedoch nicht voll gefüllt gewesen seien. Das Feuer griff zeitweise auf benachbarte Firmengelände über. Auch Einsatzkräfte der Luftwaffe sowie Brandschutzkräfte einer Raffinerie des Ölkonzerns Shell halfen bei den Löscharbeiten.

Bewohner in der Stadt Dordrecht und anderer umliegender Orte klagten über Atemprobleme und Gestank. Die Menschen in der Gegend waren zuvor aufgerufen worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten und möglichst nicht auf die Straße zu gehen.

In der Großstadt Rotterdam bereiteten sich Feuerwehr, Polizei und Umweltschützer darauf vor, dass sich die Rauchwolken weiter ausbreiten, teilte ein Behördensprecher mit. Auch im rund 60 Kilometer entfernten Den Haag sowie in Amsterdam, das etwa 90 Kilometer nördlich vom Brandherd liegt, ergriffen die Behörden Vorsichtsmaßnahmen.

otr/dpa

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