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»Katastrophenschutz-Leuchttürme« Brandenburg bereitet sich auf längere Stromausfälle vor

Um für längere Blackouts gewappnet zu sein, will Brandenburg rund 300 »Katastrophenschutz-Leuchttürme« aufbauen. 40 Millionen Euro sollen sie kosten – und neben Strom auch Informationen und Wasser liefern.
Nach einem Stromausfall in Berlin-Köpenick liegt eine Straße im Dunkeln (Symbolbild)

Nach einem Stromausfall in Berlin-Köpenick liegt eine Straße im Dunkeln (Symbolbild)

Foto: Jörg Carstensen / picture alliance/dpa

Brandenburg bereitet sich mit dem Aufbau von rund 300 Anlaufstellen für die Bevölkerung auf den möglichen Fall eines lang anhaltenden Stromausfalls vor. Das Innenministerium sei derzeit in der Umsetzung mit den Landkreisen und kreisfreien Städten, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums am Samstag mit. Zuvor berichtete die »Märkische Oderzeitung« darüber.

Das Land stellt für die Errichtung der »Katastrophenschutz-Leuchttürme« – so der Name der Anlaufstellen – mehr als 40 Millionen Euro bereit. Innenminister Michael Stübgen (CDU) hatte im vergangenen Jahr angekündigt, dass sich Brandenburg besser für mögliche Blackouts wappnen will.

In den 308 geplanten Anlaufstellen sollen Menschen bei einem größeren Stromausfall aktuelle Informationen zur Lage erhalten, aber auch Trinkwasser, Erste Hilfe und die Möglichkeit, Nahrung zu erwärmen und Handys zu laden. Im Winter können die Einrichtungen als Wärmeinseln dienen. In Berlin wurden bereits einige Anlaufstellen für den Katastrophenfall eingerichtet.

Die Landkreise könnten nun mit Umbaumaßnahmen und der Beschaffung von Geräten beginnen, sagte die Ministeriumssprecherin. Seit vergangener Woche seien die Zuwendungsbescheide verschickt worden.

Die meisten Anlaufstellen sollen im Landkreis Potsdam-Mittelmark entstehen, hier sind es 22. Im Kreis Oberspreewald-Lausitz sollen es 15 Katastrophenschutz-Leuchttürme geben. Die Verteilung erfolgt laut Ministerium anhand der Bevölkerungsstruktur und der Fläche der Landkreise.

tgk/dpa