Mit Munition belastetes Gelände In der Lieberoser Heide brennen zehn Hektar Wald

In Brandenburg kämpft die Feuerwehr mit einem Großaufgebot gegen einen Waldbrand. Das Problem: In der Lieberoser Heide lauern Kampfmittel in der Erde.
Feuerwehr in der Lieberoser Heide (Archivbild)

Feuerwehr in der Lieberoser Heide (Archivbild)

Foto: Patrick Pleul/ dpa

Rund 125 Kilometer südöstlich von Berlin ist ein Waldbrand ausgebrochen. In der Lieberoser Heide brennt laut Angaben des brandenburgischen Waldbrandschutzbeauftragten Raimund Engel eine Fläche von etwa zehn Hektar.

Die Feuerwehr geht mit einem Großaufgebot gegen den Brand vor. Dem Sender RBB24 zufolge sind 20 Löschfahrzeuge und etwa 80 Einsatzkräfte vor Ort. Ein Polizeihubschrauber fliegt mit einer Wärmebildkamera zur Lageerkundung über das Gebiet, ein Löschhubschrauber ist angefordert.

Die Arbeiten werden den Behörden zufolge erschwert, weil das Gebiet kampfmittelbelastet ist. Brandenburg hat den größten Anteil an munitionsbelasteten Gebieten in ganz Deutschland. Es gibt Konversionsflächen – Gebiete, die vom Abzug der russischen Truppen belastet sind – sowie einst militärisch genutzte Flächen. Auf 350.000 Hektar werden immer noch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet.

Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in der Lieberoser Heide brannten bereits im Jahr 2019 rund hundert Hektar. Die Gefahr von Bränden ist wegen der herrschenden hohen Temperaturen und großer Trockenheit derzeit hoch.

ala/dpa
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