Extremes Niedrigwasser Brandenburg schließt Schleusen im Spreewald – Notabfischungen möglich

Harte Maßnahmen sind laut dem Brandenburger Umweltministerium nötig, damit der Ablauf der Spree nicht komplett zum Erliegen kommt: Im Spreewald sind ab heute viele Schleusen dicht. Kleinere Gewässer könnten austrocknen.
Kahnfahrt auf der Spree: Ab Montag sind viele Schleusen geschlossen

Kahnfahrt auf der Spree: Ab Montag sind viele Schleusen geschlossen

Foto: Patrick Pleul / dpa

Wegen extremen Niedrigwassers in der Spree lässt Brandenburg von diesem Montag an viele Schleusen im Spreewald schließen. Es ist daher auch möglich, dass kleinere Gewässer austrocknen und Fische in Gefahr sind. »Die Umgebung ist ausgedörrt und die Zuflüsse bringen kein Wasser mehr in die Spree«, teilte das Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Klima mit.

Das Landesumweltministerium teilte mit, es müssten weitere harte Maßnahmen ergriffen werden, damit der Abfluss der Spree unterhalb des Spreewaldes nicht komplett zum Erliegen komme. Damit das Wasser weitgehend in der Hauptspree bleibe, müssten viele Ausleitungen komplett geschlossen oder stark eingeschränkt werden.

Dadurch könne es passieren, dass die abgeschnittenen Gräben und Fließe trockenfallen. Es könne zu Fischsterben kommen und es würden Notabfischungen organisiert. Das Ministerium bittet Anlieger an Gewässer in der Region, diese genau zu beobachten und »gegebenenfalls eigenständig Fische und andere Wasserlebewesen zu retten und in wasserführende Gewässer umzusetzen.«

lmd/dpa
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