Brandenburg Tote und Verletzte nach Schulbusunglück

Bei einem Unfall eines Schulbusses in der Nähe von Altlandsberg in Brandenburg sind vier Kinder und der Busfahrer getötet worden. Weitere 25 Kinder wurden zum Teil schwer verletzt. Der vollbesetzte Bus war gegen einen Baum geprallt.

Altlandsberg - Die Überlebenden wurden in Krankenhäuser nach Berlin, Frankfurt und Strausberg gebracht. Allein im Unfallkrankenhaus Berlin schwebten am Abend noch vier der eingelieferten fünf Kinder mit schweren Kopfverletzungen in Lebensgefahr.

Den Helfern bot sich an der Unfallstelle ein Bild des Grauens. Durch die Wucht des Aufpralls waren die Front des Busses zerstört und die Seite aufgeschlitzt worden, Sitze hingen heraus. Der Bus stand zur Seite gekippt, wie in die Erde gebohrt. Blechteile lagen um das Wrack herum. "Der Anblick war erschütternd", sagte der Potsdamer Innenstaatssekretär Eike Lancelle.

Auch Stunden nach dem Unfall war die Ursache noch unklar. Die Polizei hatte keine Hinweise auf eine Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer. Das genaue Alter der Toten und Verletzten war zunächst ebenfalls unklar. Am Abend nahm die Staatsanwaltschaft Frankfurt Ermittlungen auf.

Derzeit gebe es noch keinerlei Erkenntnisse zur Ursache, sagte ein Sprecher. Sowohl Mängel am Fahrzeug als auch menschliches Versagen kämen in Frage. An der Unglücksstelle und am Wrack des Busses wurden Spuren gesichert.

Nach Angaben des Ärztlichen Direktors des Unfallkrankenhaus Marzahn, Axel Ekkernkamp, erlitten alle dort eingelieferten Kinder schwerste Kopfverletzungen. Das lasse darauf schließen, dass sie bei dem Unglück durch das Fahrzeug geschleudert wurden. Der Bus des vom Kreisschulamt beauftragten Unternehmens sollte die Schüler der ersten bis zehnten Klassen aus dem 5000-Einwohner-Ort Altlandsberg in die nahe gelegenen Orte Wegendorf, Wesendahl und Buchholz bringen.

Helfer kümmerten sich auch um die Eltern der Kinder. Auch den Rettungskräften, die Opfer bargen, standen Psychologen und Pfarrer zur Seite. Auf Betreiben der Potsdamer Landesregierung wurden 20 Katastrophenhelfer alarmiert. "Sie sollen vor Ort psychologische Betreuung leisten und den Eltern unbürokratische Hilfe anbieten", erläuterte Lancelle.

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