Schwere Umweltschäden Ölpest verschmutzt Strände in Brasilien

Im Nordosten Brasiliens hat ein dicker Ölteppich etliche Küsten verseucht. Die Strände sind dreckig, Tiere verenden - und noch immer ist unklar, wie es zu dem Unglück kam. Präsident Bolsonaro sieht die Schuldigen im Ausland.

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Brasiliens Nordosten leidet unter einer Ölpest - und die Regierung des Landes weiß offenbar nicht, wie es dazu kommen konnte. Präsident Jair Bolsonaro erklärte, das Öl sei aus dem Ausland. Es könnten Kriminelle dahinterstecken oder ein gesunkenes Schiff, sagte er. "Die Lage ist kompliziert".

Seit Wochen sind die Küsten von acht Bundesstaaten verschmutzt. Mehr als hundert Strände sind laut dem Umweltamt betroffen. Mehrere Meeresschildkröten seien deswegen schon verendet.

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Ölpest in Brasilien: Klumpen unbekannter Herkunft

Der halbstaatliche Ölkonzern Petrobras erklärte, Tests hätte ergeben, dass das Öl nicht aus Brasilien stamme. Eine Zeitung berichtete, die Firma habe einen Bericht an das Umweltamt geschickt, in dem es hieß, das Öl stamme möglicherweise aus Venezuela. Staatschef Bolsonaro sagte, man habe ein Land im Blick, aus dem das Öl kommen könne. Mit Verweis auf die laufende Untersuchung nannte er keine Details.

Petrobras teilte mit, man sei auf Anordnung des Umweltamtes dabei, die Strände zu reinigen. Der zuständige Minister Ricardo Salles twitterte, auch die Behörden seien im Einsatz - und hätten die Strände bereits von mehr als hundert Tonnen Öl gereinigt.

jpz/Reuters/dpa



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