Braunschweig Anonymer Wohltäter gibt "Wundertüte" mit 100.000 Euro für Hospiz ab

200 Scheine im Wert von je 500 Euro: Ein anonymer Wohltäter hat in Braunschweig 100.000 Euro an ein Hospiz gespendet. Der Fall erinnert an eine Serie von Geldgeschenken.

500-Euro-Scheine (Archiv)
Matthias Balk / DPA

500-Euro-Scheine (Archiv)


Ein Hospiz in Braunschweig hat 100.000 Euro von einem anonymen Wohltäter erhalten. "Wir kriegen heute alle das breite Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht heraus", sagte die Leiterin der Einrichtung, Petra Gottsand. Das Geld war am Montag über die "Braunschweiger Zeitung" an das Hospiz übergeben worden.

Nach Angaben der Zeitung versicherte der Spender, dass die Summe ausschließlich aus versteuertem Einkommen stammt und bat um Anonymität. 200 Scheine im Wert von je 500 Euro verpackte er offenbar selbst. "Hinten steht 'Wundertüte' darauf", sagte die Hospizleiterin. Wofür das Geld eingesetzt werden soll, will Gottsand mit ihrem Team nun beraten.

Seit 2011 wurden in Braunschweig und in Wolfsburg immer wieder Umschläge mit hohen Beträgen für soziale Zwecke verteilt - unter anderem für eine Schule, Kindergärten, die Stadtbibliothek, Kirchengemeinden und die Tafel. Meist lag ein Zeitungsartikel bei, der auf den Verwendungszweck hinwies.

Diesmal schrieb der unbekannte Spender in seinem Begleitschreiben: "Schwerstkranken Menschen das Sterben zu erleichtern, ist ein Zeichen menschlicher Wärme und erfordert Respekt und Anerkennung." Das Hospiz hat zwölf Zimmer für Menschen, die ihre letzte Lebensphase angetreten haben.

wit/dpa

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