Einsturzgefahr auf absackender Mole Der schiefe Turm von Bremerhaven

Die Nordmole in Bremerhaven sollte seit Jahren ersetzt werden. Nun gibt das Bauwerk inklusive des Moleturms nach. Die Wasserschutzpolizei sieht keine Hoffnung für das Wahrzeichen.
Der Moleturm auf der Nordmole in Bremerhaven

Der Moleturm auf der Nordmole in Bremerhaven

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Sina Schuldt / dpa

In Bremerhaven sind Teile der Nordmole und mit ihnen ein berühmter Leuchtturm abgesackt. Auf Bildern ist die Schieflage des Turms an der Weser zu sehen, er droht umzustürzen. »Da ist nichts mehr rettbar«, sagte der Leiter der Wasserschutzpolizei, Uwe Old, gegenüber dem Fernsehmagazin »buten un binnen« .

»Wir können nur froh sein, dass wir keine Sturmlage haben, dass jetzt noch Wellen dagegen schlagen. Aber ich denke mal, in den nächsten Tagen wird es sich erübrigt haben für diesen Turm, leider«, sagte Old. Der Leuchtturm gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt.

Der schiefe Turm zieht Schaulustige an

Der schiefe Turm zieht Schaulustige an

Foto: Sina Schuldt / dpa

Die Einfahrt zur Geeste, einem Nebenfluss der Weser, wurde gesperrt. Auch der Betrieb der Weserfähre musste eingestellt werden. Wie lange die Sperrung anhält, war zunächst nicht klar. Die Weser selbst kann weiter befahren werden.

Neubau war geplant

Erste Befürchtungen, dass der Turm bereits bei Niedrigwasser am Mittag umstürzen könnte, weil die Mole dann nicht mehr durch das Wasser gestützt wird, bestätigten sich nicht. Auf Bildern einer Webcam  des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Weser-Jade-Nordsee ist der Molenkopf weiterhin in Schräglage zu erkennen.

Die betroffene Stelle an der Mole war seit Jahren baufällig und bereits abgesperrt. Ende des kommenden Jahres sollten Medienberichten zufolge Bauarbeiten für einen Neubau beginnen.

hba
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