Fall Bahlsen
"Krümelmonster" will vergoldeten Keks zurückgeben
Der Diebstahl des goldenen Kekses von Hannover scheint für den Backwarenkonzern Bahlsen ein gutes Ende zu nehmen. Das "Krümelmonster" hat in einem Brief angekündigt, das gestohlene Firmen-Wahrzeichen zurückzugeben - weil der Konzernchef "den Keks ganz dolle vermisst".
Hannover - Im Keks-Krimi von Hannover hat das "Krümelmonster" offensichtlich ein Einsehen: In einem neuen Brief kündigte der mutmaßliche Dieb des Bahlsen-Wahrzeichens an, dem Unternehmen den vergoldeten Keks zurückzugeben. "Weil der Werni den Keks so lieb hat wie ich und der jetzt immer weint und den Keks ganz dolle vermisst geb ich den zurück!!!", heißt es in dem Brief, der bei der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" einging.
"Der Werni" bezieht sich offensichtlich auf Firmenchef Werner M. Bahlsen. Der hatte nach Auftauchen eines ersten "Krümelmonster"-Briefs eine Spende von 52.000 Kekspackungen in Aussicht gestellt, sollte das Kunstwerk wieder auftauchen. Auf eine Erpressung werde man sich allerdings nicht einlassen.
Der vergoldete Keks war von der Fassade des Bahlsen-Stammhauses geklaut worden. In der vergangenen Woche war bei der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" ein Erpresserbrief eingegangen, unterzeichnet vom "Krümelmonster". Ein beigelegtes Foto zeigt eine entsprechend kostümierte Person - mit einem großen vergoldeten Keks im Arm.
8 BilderKeks-Krimi: Das "Krümelmonster" meldet sich
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Das "Krümelmonster" hat sich wieder gemeldet: In der Redaktion der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" ist ein zweiter Brief eingegangen.
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Darin wird angekündigt, der aus der Bahlsen-Zentrale gestohlene überdimensionale vergoldete Keks solle zurückgegeben werden - schließlich werde der von Konzernchef Werner Michael Bahlsen "ganz dolle vermisst".
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Wer auch immer hinter dem Brief steckt, beweist Liebe zum Detail: Die Polizeikelle ist mit einem Foto des "Krümelmonsters" aus dessen erstem Brief verziert.
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Das Foto war einem Schreiben beigelegt, das ebenfalls in der Redaktion der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" eingegangen war.
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Wenn das Unternehmen den Keks wiederhaben wolle, so eine der Forderungen in dem ersten Schreiben, müsse es alle Stationen im Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover mit Leibniz-Keksen versorgen. Zudem solle die zur Ermittlung des Täters ausgesetzte Belohnung von 1000 Euro an ein Tierheim gespendet werden. Der Brief war aus Zeitungsschnipseln zusammengeklebt.
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Unternehmenschef Werner Michael Bahlsen hatte sich direkt an die Diebe gewandt - und versprochen, bei Rückgabe des Kekses 52.000 Kekspackungen zu spenden. Man werde sich nicht auf eine Erpressung einlassen, sagte er. "Das ist eine Straftat."
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Das Wahrzeichen der Firma war am Stammsitz des Unternehmens in Hannover gestohlen worden.
dapd/ Polizei
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Das Krümelmonster ist eine der bekanntesten Figuren der "Sesamstraße". Seine Vorliebe für Kekse ist legendär. Da macht es Sinn, dass nach dem Diebstahl des vergoldeten Bahlsen-Firmenlogos ein Erpresserbrief mit dem Namen des Vielfraßes unterzeichnet wurde.