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08. Juni 2019, 16:44 Uhr

Versteigerte Briefmarke

1,26 Millionen Euro für einen Fehldruck

Für mehr als eine Million Euro hat ein anonymer Bieter die teuerste Briefmarke Deutschlands ersteigert - der Fehldruck stammt aus der Sammlung des verstorbenen Tengelmann-Chefs Erivan Haub.

Beim Druck der Marke aus dem Jahr 1851 sei versehentlich zu grünem statt rosafarbenem Papier gegriffen und damit eine philatelistische Berühmtheit geschaffen worden: Ein anonymer Bieter hat in Wiesbaden für 1,26 Millionen Euro die Briefmarke "Baden-Fehldruck 9 Kreuzer" aus der Sammlung des ehemaligen Tengelmann-Chefs Erivan Haub ersteigert.

Gestartet war die Auktion, an der sich zwei Bieter im Saal und zwei weitere Bieter am Telefon beteiligten, mit einem Einstiegsgebot von 800.000 Euro. Den Zuschlag habe schließlich einer der Bieter aus dem Saal bekommen, der aber anonym bleiben wolle, sagte der Geschäftsführer des Auktionshauses, Karl Louis.

"Das Sieggebot ist für uns überraschend höher ausgefallen als gedacht", erklärte Louis. In der deutschen Philatelie gebe es sonst keine Marke, die die Millionengrenze überschritten habe. Für die Versteigerung der gesamten Sammlung des 2018 gestorbenen Erivan Haub sind in den kommenden fünf Jahren insgesamt 30 Auktionen weltweit geplant.

mak/dpa

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