Britische Küste Riesenwelle reißt Familie ins Meer

Eine Riesenwoge hat am Strand des britischen Scarborough einen Jungen in die Nordsee gerissen. Beim Versuch, ihn zu retten, kam fast seine gesamte Familie ums Leben. Die fünf Meter hohe Welle überraschte die Familie bei einem Spaziergang am Meer.


Riesenwelle: Fast gesamte Familie ertrunken
AP

Riesenwelle: Fast gesamte Familie ertrunken

Scarborough - Nach Angaben der Küstenwache hatte die fünfköpfige Familie einen Ausflug ans Meer gemacht und war dort spazieren gegangen, als die sogenannte Freakwave den Strand überspülte. Dabei sei der elfjährige Sohn von den Wassermassen ins Meer gerissen worden. Die Familie habe sich sofort ins Wasser gestürzt, um den Jungen zu retten, sei dabei aber selbst in Lebensgefahr geraten.

Die Besatzung eines Rettungshubschraubers zog die Mutter und ihren elfjährigen Sohn aus dem Meer. Die beiden Geretteten starben jedoch, bevor sie das Krankenhaus erreichten. Die 13-jährige Tochter wird immer noch vermisst. Wegen der aufgewühlten See und der niedrigen Wassertemperatur beurteilten Retter die Chance als gering, das Mädchen noch lebend zu finden. An dem Rettungseinsatz waren neben dem Helikopter auch mehrere Schiffe der Küstenwache beteiligt. "Wir wissen, dass wir es hier mit einer sehr schweren Tragödie zu tun haben, die diese junge Familie getroffen hat", sagte ein Sprecher der Polizei.

Wie die britische Zeitung "The Mirror" berichtet, sei nur das jüngste Kind des Paares, ein achtjähriger Junge, am Strand zurückgeblieben. Dort musste es mit ansehen, wie immer mehr seiner Angehörigen von der Strömung aufs Meer hinausgezogen wurden. Nur der Familienvater habe es geschafft, sich wieder an Land zu retten, berichtet der "Mirror". Der Mann wurde ins Krankenhaus eingeliefert, zusammen mit einem Surfer, der ebenfalls versucht hatte, die Mutter und ihre Kinder zu retten.



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