British Airways Concorde startet mit Test-Passagieren

Die britische Fluggesellschaft British Airways (BA) bereitet sich auf eine neue Flugerlaubnis für die Concorde vor. Dafür sollen im September fünf Flüge mit freiwilligen Passagieren an Bord der Überschallmaschine stattfinden.


Eine BA-Concorde beim Testflug im Juli in Heathrow
AP

Eine BA-Concorde beim Testflug im Juli in Heathrow

London/Paris - Die Test-Fluggäste sollen sich aus den Reihen der BA-Angestellten rekrutieren. Sie können sich an einer Auslosung beteiligen, bei der die Plätze vergeben werden. Vier der fünf Flüge führen lediglich bis in die Nähe von Island und dann wieder nach Großbritannien, einer soll nach New York gehen. Man brauche die Passagiere, um das Einchecken und den Service an Bord testen zu können, hieß es. British Airways hat die Concorde bisher zu zwei Überprüfungsflügen ohne Passagiere starten lassen.

Die Arbeitsgruppe zum Unglück der französischen Concorde-Maschine wird an diesem Montag in Paris möglicherweise zum letzten Mal tagen. Mit der Bekanntgabe endgültiger Ergebnisse sei aber noch nicht zu rechnen, da noch einige Dossiers abgeschlossen werden müssten, hieß es. Nach eigener Einschätzung rechnen die Experten damit, dass der Überschalljet die technische Flugerlaubnis Ende August erhalten könnte. Die endgültige Wiederzulassung werde aber gemeinsam durch die britischen und französischen Luftaufsichtsbehörden bekannt gegeben.

Die Concorde-Betreiber BA und Air France verfügen noch über insgesamt zwölf Maschinen. Air France will ihre Jets voraussichtlich Ende Oktober wieder starten. Die beiden Concorde-Hersteller EADS - entstanden aus der Fusion von Aerospatiale Matra, DASA und CASA - sowie die britische BAE Systems haben vor allem den Tankschutz verstärkt. Zudem wurden die Reifen verbessert. Die neuerliche Flugerlaubnis für die Concorde soll nach bisherigen Angaben für jede Maschine einzeln erteilt werden.

Die Concordes hatten ihre Konzession nach dem Absturz einer Maschine der Air France im Juli des vergangenen Jahres verloren. Bei dem Unglück waren 113 Menschen gestorben.



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