»Fleck auf der Seele Amerikas« Buffalo-Schütze war wegen möglicher psychischer Probleme in Beratung

Weil er bereits vor den Todesschüssen eine »generelle Drohung« aussprach, musste sich der mutmaßlich rassistische Täter von Buffalo psychisch untersuchen lassen. Präsident Biden verurteilte die Tat erneut scharf.
Kerzen und Blumen: die Menschen in Buffalo gedenken zehn Toten und drei Verletzten

Kerzen und Blumen: die Menschen in Buffalo gedenken zehn Toten und drei Verletzten

Foto: Brandon Watson / EPA

Der 18-jährige Mann, der in einem Supermarkt in der US-Stadt Buffalo zehn Menschen getötet haben soll, war laut Polizei im vergangenen Juni wegen möglicher psychischer Probleme bei einem Beratungsgespräch. Zuvor habe er in seiner Klasse eine »generelle Drohung« ausgesprochen, sagte Ermittler Joseph Gramaglia in Buffalo. In dem Gespräch habe er aber keine Auffälligkeiten gezeigt, die zu weiteren Einträgen in seiner Akte oder zu einer ausgiebigeren Beobachtung der psychischen Gesundheit des jungen Mannes geführt hätten, hieß es weiter.

Der junge Mann weißer Hautfarbe wird angeklagt, am Samstag in einem vor allem von Schwarzen besuchten Supermarkt mit einem Sturmgewehr das Feuer eröffnet und dabei zehn Menschen getötet und drei verletzt zu haben. Nach Polizeiangaben waren elf der 13 Opfer schwarz.

Der schwer bewaffnete Schütze wurde nach Polizeiangaben im Vorraum des Ladens gestellt und ergab sich schließlich. Der Verdächtigte soll sich bei der Festnahme eine Waffe unter das Kinn gehalten haben und stehe daher in der Untersuchungshaft nun unter spezieller Beobachtung wegen eines möglichen Suizids.

Biden: »Fleck auf der Seele Amerikas«

Während einer Zeremonie zu Ehren von Strafverfolgungsbeamten, die 2021 im Dienst starben, nahm US-Präsident Joe Biden indes Bezug auf die Schüsse von Buffalo. Biden prangerte die Tat an, bei der es sich laut der Einschätzung seines Justizministeriums um ein »Hassverbrechen, einen rassistisch motivierten Akt weißer Vorherrschaft und gewalttätigen Extremismus« handle.

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Zudem forderte Biden, dem Hass geschlossen entgegenzutreten, der »einen Fleck auf der Seele Amerikas« hinterlasse.

atb/AP/dpa/Reuters