Zur Ausgabe
Artikel 21 / 62

Polizeigewalt Bundesinnenministerium: Bodycam-Videos nicht nachgefragt

aus DER SPIEGEL 40/2021

Die Vermutung, Bürgerinnen und Bürger könnten Aufnahmen sogenannter Bodycams der Bundespolizei als Beleg für behauptete Polizeiübergriffe anfordern, hat sich nicht bestätigt. Im Gegenteil: Von Anfang 2019 bis März 2021 ging kein einziger Antrag bei der Bundespolizei ein, Bilder aus Bodycams herauszugeben. Das ist das Ergebnis einer internen Auswertung, mit der das Bundesinnenministerium die Nutzung der Geräte evaluiert hat. Die Bundespolizei hat bis Mitte des Jahres rund 2000 Bodycams in Dienst genommen. Sie werden am Körper getragen und zeichnen im Dienst auf. Sie sollen in erster Linie Straftaten im Einsatzgebiet der Bundespolizei – etwa auf Bahnhöfen – dokumentieren und so gerichtsfeste Beweise für spätere Verfahren liefern. Man erhofft sich zudem eine deeskalierende Wirkung im Einsatz.

amp
Zur Ausgabe
Artikel 21 / 62
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.