Notlandung Bundeswehrhubschrauber durchtrennt Überlandleitung

Ein Helikopter der Bundeswehr hat während eines Übungsfluges in Baden-Württemberg eine Überlandleitung durchtrennt. Der Pilot musste notlanden.

Ein Hubschrauber vom Typ H145M LUH SOF
picture alliance / Thomas Warnack

Ein Hubschrauber vom Typ H145M LUH SOF


Nahe der Gemeinde Schemmerhofen im Landkreis Biberach hat ein Bundeswehrhubschrauber mit den Rotorblättern eine Überlandleitung gekappt und musste daraufhin notlanden. Laut einem Luftwaffensprecher befanden sich zum Unglückszeitpunkt zwei Soldaten an Bord. Beide blieben unverletzt.

Der Unfall ist ein peinlicher Vorfall für die Bundeswehr. Laut SPIEGEL-Informationen handelt es sich bei dem Helikopter um einen hochmodernen Flieger der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK). Die streng geheim agierende Einheit ist im baden-württembergischen Calw stationiert. Erst kürzlich hatten die Spezialkräfte mehrere Hubschrauber vom Typ "H145M LUH SOF" der Waffen-Schmiede Airbus erhalten. Der Flieger ist der Stolz der Truppe.

Nach dem Unfall laufen nun interne Ermittlungen. Insidern zufolge wird geprüft, ob die Stromleitung in den Karten der Bundeswehr für die Region verzeichnet war. Zudem soll ermittelt werden, ob der Pilot möglicherweise versuchte, in einem waghalsigen Manöver unter der Hochspannungsleitung hindurch zu fliegen. Ein solches Flug-Experiment würde den Dienstvorschriften widersprechen.

Einige Ortschaften waren nach dem Unfall für kurze Zeit ohne Strom. Der beschädigte Hubschrauber soll per Straßentransport zurück zu seinem Stützpunkt in Laupheim gebracht werden. Die Kosten für die Reparaturarbeiten an den Leitungen würden sich vermutlich auf einen Betrag im fünfstelligen Bereich belaufen, sagte ein Sprecher des Netzbetreibers.

mgb/ala/dpa

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