Flucht bei Ausgang Bundesweite Fahndung nach Sexualstraftäter

In Mönchengladbach ist ein verurteilter Sexualstraftäter aus einer psychiatrischen Klinik entflohen. Die Polizei fahndet bundesweit nach dem 53-Jährigen. Er war Anfang der Neunziger verurteilt worden, nachdem er ein Grundschulkind missbraucht hatte.

Gesucht: Sexualstraftäter aus Mönchengladbach
Polizei/DPA

Gesucht: Sexualstraftäter aus Mönchengladbach


Hamburg - Die Polizei sucht bundesweit nach einem in Mönchengladbach geflohenen Sexualstraftäter. Der Mann war wegen Kindesmissbrauchs in einer psychiatrischen Klinik in Viersen untergebracht. Er entkam bereits am Sonntag seiner Pflegerin, als er Ausgang hatte. Laut den Ermittlern geht von dem 53-Jährigen eine Gefahr für die Allgemeinheit aus.

Der verurteilte Sexualstraftäter wird von den Ermittlern als leicht untersetzter Brillenträger mit kurzen, braunen Haaren und Vollbart beschrieben. Er sei rund 1,73 Meter groß und 80 Kilogramm schwer.

Vermutlich hält sich der Mann jedoch nicht mehr in Nordrhein-Westfalen auf. "Es spricht einiges dafür, dass er nicht mehr am Niederrhein ist", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hagen. Bei Familie oder Freunden halte sich der Mann nicht auf.

Nachdem er ein Grundschulkind sexuell missbraucht hatte, ordnete ein Gericht 1991 seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. In Freiheit sei ein Rückfall nicht ausgeschlossen, schätzten Ärzte die Situation ein. Seit 2002 war er in der LVR-Klinik Viersen, rund zehn Kilometer nördlich von Mönchengladbach, untergebracht. Nach Angaben der Einrichtung hatte er im Rahmen einer therapeutisch vorgesehenen Lockerung Ausgang.

gam/dpa



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