Bundesweite Razzien Polizei nimmt mutmaßliche Islamisten ins Visier

Mit der Durchsuchung von mehreren Dutzend Wohnungen in Bayern und anderen Bundesländern ist die Polizei erneut gegen mutmaßliche Islamisten in Deutschland vorgegangen. Die Polizei Oberbayern ermittelt gegen zwei Dutzend Tatverdächtige wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung.


München - Die Durchsuchungen richteten sich gegen 24 Personen überwiegend arabischer Herkunft, die sich zu einem Netzwerk vermutlich zur Geldbeschaffung zusammengeschlossen hätten, um radikal-extremistische Aktionen im Ausland zu finanzieren, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern in München mit. Seit dem frühen Morgen würden 33 Wohnungen und vier Geschäfte in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen durchsucht. An der Razzia waren den Angaben zufolge 200 Polizisten beteiligt.

Die Verdächtigen sollen sich den Angaben zufolge legal in Deutschland aufhalten. Zwei von ihnen sollen vor einiger Zeit in Ausbildungslagern islamischer Extremisten in Afghanistan gewesen sein.

Erst vor gut zwei Wochen hatte es Razzien gegen mutmaßliche Islamisten gegeben. In fünf Bundesländern hatte die Polizei am 12. Januar Moscheen und Wohnungen durchsucht. Elf Verdächtige wurden verhaftet, weitere elf vorläufig festgenommen. Die Aktion richtete sich gegen ein extremistisches Netzwerk im Raum Ulm, das unter anderem Pässe gefälscht und Menschen geschleust haben soll.



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.