Buschfeuer um Sydney Feuerwehrleute hoffen auf Regen

Noch immer hüllen Rauchwolken die Millionenmetropole Sydney ein. Seit sechs Tagen kämpfen Tausende von Feuerwehrleuten gegen die Buschfeuer, die bis auf 90 Kilometer an die Stadt herangekommen sind. Nun lässt die Wettervorhersage hoffen.


Im Norden von Sydney: Bewohner kämpfen mit Gartenschläuchen um ihre Häuser
AP

Im Norden von Sydney: Bewohner kämpfen mit Gartenschläuchen um ihre Häuser

Sydney - Feuchtes Wetter mit kühleren Temperaturen hat der Wetterdienst angekündigt. Das erhöhe die Chancen, die rund 80 Feuerherde rund um Sydney unter Kontrolle zu bringen, sagte Feuerwehrsprecher John Winter: "Es gibt wenigstens die Aussicht auf einige Schauer". Die von den Bränden ausgehende Gefahr sei damit aber nicht vorbei. Für die Helfer gebe es noch viel Arbeit, bis alle Brände endgültig erstickt seien, betonte Feuerwehr-Chef Phil Koperberg.

Tausende Bewohner der betroffenen Gebiete unterstützten die Feuerwehrleute im Kampf gegen die Flammen mit Gartenschläuchen, nassen Handtüchern und Eimerketten. Seit Monaten leidet der Osten Australiens unter großer Dürre, die Brände rund um Sydney gelten als die schlimmsten seit 30 Jahren.

Angefacht von starken Winden und Trockenheit waren die Buschbrände im Bundesstaat New South Wales am vergangenen Mittwoch aufgeflammt und hatten sich schnell auf Sydney zu bewegt. Dabei waren im gesamten Staat an die 50 Häuser in Schutt und Asche gelegt worden, zwei Menschen verloren durch die Brände ihr Leben.

Die Kosten der Löscharbeiten bezifferte der Ministerpräsident von New South Wales, Bob Carr, auf umgerechnet mehr als 55 Millionen Euro. "Es ist eine sehr, sehr teure Operation, diese Armee von Helfern zu unterhalten und auszurüsten", sagte er. Die Behörden gehen davon aus, dass zahlreiche der Brände absichtlich gelegt worden waren. Australiens Regierungschef John Howard lobte Feuerwehrleute und Freiwillige. "Ihr seid großartig, Australien dankt Euch".



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