Busunglück Acht deutsche Kinder tot

Schweres Busunglück in Niederösterreich: Acht Kinder und Jugendliche überwiegend aus Süddeutschland kamen am frühen Montagmorgen ums Leben. Das Fahrzeug aus Harsewinkel in der Nähe von Gütersloh wurde von einem Lastwagen gerammt.


Wien - Bei den Todesopfern handelt es sich angeblich um vier Mädchen und vier Jungen. 21 Businsassen wurden außerem verletzt. Sie kamen in Krankenhäuser in Amstetten, Melk und St. Pölten.

Der Bus eines Fernreisebusunternehmens aus Harsewinkel (Kreis Gütersloh) war auf der Westautobahn A1 bei Melk (100 Kilometer westlich von Wien) morgens gegen 4.15 Uhr von einem Lastwagen gerammt worden. Nach Berichten von Augenzeugen wurde der erste Stock des Busses dabei "komplett aufgeschlitzt". In dem Autobahnabschnitt zwischen Wien und Salzburg werden nach Angaben des Fernsehsenders ORF zurzeit Bauarbeiten durchgeführt.

Die Kinder und Jugendlichen stammen nach Angaben der Bielefelder RuF Jugendreisen Trend Touristik GmbH aus Mannheim, Stuttgart, München, Freiburg und Karlsruhe. "In dem Bus befanden sich 61 Kinder und Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren, die auf dem Weg zu einer Jugendfreizeit am ungarischen Balaton waren", teilte Thomas Korbus, geschäftsführender Gesellschafter des ostwestfälischen Veranstalters von Jugendreisen, mit.

"Ein solches Unglück ist in der zwanzigjährigen Geschichte unseres Unternehmens noch nie passiert. Wir sind zutiefst erschüttert", sagte Korbus. Man habe sofort Kontakt mit der österreichischen Gendarmerie aufgenommen, um die Namen der bei dem Unfall getöteten Kinder und Jugendlichen zu erfahren. Eine aus Marburg stammende 27-jährige RuF-Reiseleiterin sei bei dem Unfall nach ersten Erkenntnissen ebenso unverletzt geblieben wie die beiden Busfahrer des ostwestfälischen Transportunternehmens Bröskamp aus Harsewinkel.

Ein Feuerwehrmann aus Melk sagte gegenüber RTL, auf der Autobahn herrsche Chaos. Die A1 sei weiter in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Bei Tageslicht werde nun ein Hubschrauber des Innenministeriums über die Unfallstelle fliegen, um Aufschluss über den Unglückshergang zu erhalten. Die Kinder, die bei dem Unfall nicht verletzt wurden, würden psychologisch betreut, sagte der Feuerwehrmann. Pfarrer und Seelsorger seien vor Ort

Für die Angehörigen der Opfer sind Hotlines eingerichtet worden: 01888-173271 sowie -173261 und -173282 sowie 0043 27 52 5 22 24 44.



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