Elsass Fahrfehler verursachte Busunfall mit zwei Toten

Ein Fehler des Fahrers ist Ermittlern zufolge für das schwere Busunglück an der deutsch-französischen Grenze verantwortlich. Demnach riss der 29-Jährige das Steuer abrupt herum - zwei Menschen starben, sechs weitere sind noch in Lebensgefahr.


Paris - Die Ursache für das schwere Busunglück im französischen Elsass mit zwei Toten und 32 Verletzten ist geklärt. Der 29-jährige Fahrer hat nach Angaben der Ermittler zugegeben, das Steuer des doppelstöckigen Fahrzeugs herumgerissen zu haben, um noch in letzter Sekunde eine Autobahn-Ausfahrt zu nehmen. Dabei trat er zudem stark auf die Bremse, wie die Gendarmerie in Colmar mitteilte.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hatte der Fahrer weder die erlaubte Fahrtzeit überschritten noch Alkohol oder Drogen konsumiert. Die Ergebnisse einer Medikamentenanalyse und einer Untersuchung des Buswracks stehen aber noch aus. Sechs der Verletzten sind noch immer in Lebensgefahr.

Wie die Tageszeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace" berichtete, wurde Anklage gegen den Fahrer wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung erhoben. Ihm drohen bis zu drei Jahre Haft und eine Geldstrafe bis zu 45.000 Euro.

Der Bus aus Polen war am Dienstagmorgen mit 65 Insassen zwischen der deutsch-französischen Grenze und der elsässischen Stadt Mulhouse an einer Autobahn-Abfahrt auf der A36 umgestürzt. Er kam aus der westpolnischen Stadt Slubice und war auf dem Weg nach Nizza.

aar/dpa

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