Canberra in Australien Behörden rufen wegen Bränden Notstand aus

Die australischen Behörden rufen in der Region um Canberra den Notstand aus - zum ersten Mal seit 17 Jahren. Die Brände könnten schlimmer werden.
Rauch über dem Namadgi-Nationalpark südlich von Canberra: Die Behörden haben wegen der Buschbrände den Notstand ausgerufen

Rauch über dem Namadgi-Nationalpark südlich von Canberra: Die Behörden haben wegen der Buschbrände den Notstand ausgerufen

Foto: Ralph Hurst-Meyers/ dpa

Wegen der Buschbrände ist in der Region um die australische Hauptstadt der Notstand ausgerufen worden. Dieser gelte so lange Canberra "in Gefahr" sei, teilte Andrew Barr mit, Ministerpräsident des Territoriums. Mit dem Notstand werde das stärkstmögliche Signal an die Bevölkerung gesandt, dass sie sich gegen die Feuer wappnen müsse.

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In Australien wüten seit Monaten schwere Feuer, besonders im Südosten des Kontinents, wo auch Canberra liegt. Mindestens 33 Menschen starben. Zehn Millionen Hektar Land brannten nieder, eine Fläche größer als Portugal. Schätzungen zufolge starben Millionen von Tieren. Das Feuer bei Canberra entstand durch ein Versehen: Scheinwerfer eines Militärhubschraubers entzündeten bei der Landung Gras in einem Nationalpark südlich von Canberra.

Es handelt sich um den ersten Notstand in der australischen Hauptstadtregion seit 17 Jahren. Der Notstand gibt den Behörden weitreichende Befugnisse, sie dürfen etwa die Energieversorgung abstellen.

Meteorologen sagen für Canberra eine neue Hitzewelle voraus, die Brände dürften also schlimmer werden. Demnach könnten die Flammen Vororte der Hauptstadt mit insgesamt rund 400.000 Einwohnern erreichen.

In einem Nationalpark nahe der Stadt brennt es seit Montag. Die Flammen haben in der Hauptstadtregion schon 18.500 Hektar zerstört, das entspricht der Fläche von etwa 26.000 Fußballfeldern. "Das Feuer könnte sehr unberechenbar werden", sagte Ministerpräsident Barr.

jpz/AFP/dpa
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