Cannes Vermeintlicher Schuss löst Massenpanik aus - mehr als 40 Verletzte

Ein Unbekannter soll in der Menge "Schuss" gerufen haben - daraufhin gerieten die Besucher der Strandpromenade im französischen Cannes in Panik. 44 Menschen mussten ins Krankenhaus.
Cannes in Frankreich: Panik an der Croisette

Cannes in Frankreich: Panik an der Croisette

Foto: Artur Bogacki / imago images / Westend61

Durch eine Massenpanik an der berühmten Strandpromenade von Cannes sind in der Nacht zum Dienstag mehr als 40 Menschen verletzt worden: Ein Gerücht um eine Schießerei versetzte die Fußgänger in dem südfranzösischen Badeort in Angst und Schrecken. Laut einem Sprecher der örtlichen Feuerwehr wurden 44 Menschen mit leichten Blessuren im Krankenhaus behandelt.

Bürgermeister David Lisnard versuchte, die Menschen zu beruhigen. "Es gab keine Schüsse in Cannes", versicherte er gegen Mitternacht auf Twitter . Kurz darauf fügte er hinzu, dass die Panikreaktion viel über die Anspannung in der Gesellschaft aussage. Im Internet verbreiteten sich schnell Amateuraufnahmen, die die aufgeregte Menge zeigen sollen.

"Schießerei auf der Croisette in Cannes", betitelte ein Nutzer folgendes Video. Cannes' Strandpromenade wird auch Croisette genannt.

Nach Angaben der Behörden rief inmitten der Menschen auf einmal jemand laut "Schuss". Daraufhin brach die Panik aus. Rund hundert Feuerwehrleute brachten die Situation auf der Flaniermeile wieder unter Kontrolle. Die örtlichen Behörden warnten die Menschen über Twitter davor, Unwahrheiten zu verbreiten. Auch sie betonten, dass es keine Schüsse gegeben habe.

Seit 2015 waren Frankreichs Städte mehrfach Ziel terroristischer Anschläge. Im Jahr 2016 fuhr ein Lastwagen in eine Menschenmenge an der Strandpromenade von Nizza. Dabei kamen 86 Menschen ums Leben.

lmd/dpa
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