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Millionenprogramm Cem Özdemir will Rehkitze schützen – mit Drohnen

Das Mähen von Feldern und Wiesen wird Rekitzen häufig zum Verhängnis. Um sie zu schützen, fördert der Landwirtschaftsminister nun den Einsatz von Drohnen.
aus DER SPIEGEL 30/2022
Rehkitz auf der Wiese: Gefährdet durch Mäheinsätze

Rehkitz auf der Wiese: Gefährdet durch Mäheinsätze

Foto: A9999 Landesjagdverband/ dpa/dpaweb

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) offenbart sein Herz für Rehkitze. Er legt ein Programm zur Rettung der Tiere neu auf. Dabei gewährt sein Ministerium Zuschüsse für Überwachungsdrohnen, die den Wildnachwuchs in Feldern und Wiesen aufspüren sollen, bevor diese gemäht werden.

Drohnen in Verbindung mit Wärmebildtechnik seien die effektivste Methode, um die Bambis vor dem sogenannten Mähtod zu retten, heißt es zur Begründung des neuen Programms aus dem Landwirtschaftsministerium. In den Genuss der staatlichen Förderung kommen lokale Tierschutz- oder Jagdvereine.

Blumenfreund und Rehretter Özdemir: Drei Millionen Euro für Bambi

Blumenfreund und Rehretter Özdemir: Drei Millionen Euro für Bambi

Foto: Bernd Weißbrod / dpa

Effektivste Rettungsmaßnahme

Die Förderung beträgt 60 Prozent der Anschaffungskosten, maximal 4000 Euro pro Drohne. Das Programm hat ein Volumen von drei Millionen Euro. Bei Bedarf, so heißt es, könne aber noch mal nachgelegt werden. Es ist auf ein Jahr angelegt. Vom kommenden Montag bis zum 1. September können Rehkitzretter Förderanträge bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung stellen.

Schon 2021 gab es ein solches Programm, aufgelegt von Özdemirs Vorgängerin Julia Klöckner (CDU). Es lief nach einem Jahr aus, die Haushälter der Ampelkoalition stellten bei Aufstellung des Etats für 2022 aber noch einmal frisches Geld für die Rehkitzrettung zur Verfügung – das Vorgehen habe sich bewährt.

rei
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