Bruchlandung vor CL-Spiel Tote bei Flugzeugunglück in Donezk

Bruchlandung in Donezk: Bei einem Flugzeugunglück in der Ukraine sind mindestens fünf Menschen gestorben. Die meisten Passagiere wollten zum Champions-League-Spiel gegen Dortmund. Das Achtelfinale begann mit einer Schweigeminute.
Bergungsarbeiten am Flugzeugwrack: Charterflug zum Fußballspiel endet tragisch

Bergungsarbeiten am Flugzeugwrack: Charterflug zum Fußballspiel endet tragisch

Foto: STRINGER/ REUTERS

Donezk - Vor dem Champions League Spiel von Borussia Dortmund in Donezk ist es dort zu einem tragischen Flugzeugunglück gekommen. Bei der Bruchlandung eines Passagierflugzeugs sind mindestens fünf Menschen getötet und zwölf verletzt worden. Eine Stewardess galt zunächst noch als vermisst. Das teilten die Behörden in der Ukraine örtlichen Medien zufolge mit.

Die Maschine der ukrainischen Gesellschaft South Airlines mit insgesamt 39 Passagieren und sechs Crewmitgliedern an Bord kam von der Schwarzmeerstadt Odessa. Mitglieder des Stadtrats von Odessa sollen das Flugzeug gechartert haben. Beim Anflug in dichtem Nebel sei das Passagierflugzeug vom Typ Antonow An-24 über die Landebahn hinausgeschossen und zerbrochen.

Zahlreiche Passagiere wollten in der Stadt knapp 700 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Kiew am Abend das Fußball-Champions-League-Spiel zwischen dem Heimverein Schachtjor Donezk und Borussia Dortmund besuchen, hieß es. Zu Ehren der Toten begann das Spiel mit einer Schweigeminute.

Etwa hundert Rettungskräfte waren nach dem Absturz im Einsatz. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Fahrzeugen an. Ein Brand habe aber schnell gelöscht werden können, hieß es. Eine Sonderkommission werde nun die Unfallursache untersuchen, sagte ein Regierungssprecher.

Die zweimotorigen Maschinen vom Typ An-24 wurden von 1959 bis 1979 in der Sowjetunion gebaut. Nach wiederholten tödlichen Unfällen hatte der damalige Staatschef von Ukraines Nachbarland Russland, Dimitrij Medwedew, im September 2011 angeordnet, alle Maschinen vom Typ An-24 im folgenden Jahr außer Dienst zu stellen.

sun/dpa/AFP/AP
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