Chile Waldbrände zerstören 150 Häuser in Valparaíso

Am Rande der chilenischen Hafenstadt Valparaíso sind Dutzende Häuser abgebrannt. Die Flammen waren aus einem Wald auf die Siedlung im Unesco-Weltkulturerbe übergeschlagen, mehrere Helfer wurden verletzt.
Abgebrannte Häuser in Valparaíso: Brandstiftung als Ursache?

Abgebrannte Häuser in Valparaíso: Brandstiftung als Ursache?

Foto: Pablo Rojas Maradiaga/AFP

In der chilenischen Stadt Valparaíso sind nach Regierungsangaben 150 Häuser durch Feuer zerstört worden. Zwölf Feuerwehrleute seien bei den Löscharbeiten verletzt worden, teilte die chilenische Notfallbehörde mit. Mehr als 1700 Haushalte in der Region seien von der Stromversorgung abgeschnitten.

Das Feuer war demnach an Heiligabend auf zwei Hügeln der auch bei Touristen beliebten Stadt entstanden. Es hatte sich auf Weideflächen und zwischen Baumgruppen entwickelt, bevor es sich ausbreitete und den meist aus Holz und Blech gebauten Häusern näherte. Insgesamt sei eine Fläche von 150 Hektar von den Bränden erfasst worden, sagte Chiles Innenminister Gonzalo Blumel.

"Wir sind nicht sicher, aber alles deutet darauf hin, dass das Feuer gelegt wurde und ganz in der Nähe der Häuser entstand", sagte Valparaísos Notfallmanager Ezio Passadore. Die Behörden leiteten Ermittlungen zur Ursache der Brände ein.

Dutzende Familien mussten kurz vor Beginn der Weihnachtsfeierlichkeiten in Sicherheit gebracht werden. Einige verbrachten Heiligabend in Notunterkünften. In Valparaíso waren im vergangenen Monat mehrmals Waldbrände bis dicht an die Stadt herangekommen. Die derzeitige extreme Trockenheit in Chile begünstigt die Ausbreitung der Brände.

Valparaíso gehört seit 2003 zum Unesco-Weltkulturerbe und ist eines der beliebtesten Touristenziele Chiles - und immer wieder von Bränden bedroht. 2014 waren bei einem Großbrand etwa 2500 Häuser zerstört worden, 2017 waren nach einem Waldbrand rund 100 Häuser abgebrannt.

fek/AFP/AP