China 420.000 Häuser stürzen bei Nachbeben ein

Immer noch bebt in Zentralchina die Erde - und die Schäden sind immens: Bei zwei Nachbeben im Katastrophengebiet stürzten jetzt mehr als 420.000 Häuser ein. Dutzende Menschen wurden verletzt.


Peking - Knapp zwei Wochen nach der Erdbebenkatastrophe in Zentralchina erschütterte zunächst ein Beben der Stärke 5,4 den Bezirk Qingchuan in der südwestlichen Provinz Sichuan. Zudem ereignete sich ein Beben der Stärke 5,7 im Nachbarbezirk Shaanxi. Die staatliche Xinhua zitierte einen Augenzeugen mit den Worten, viele Bewohner seien aus ihren Häusern gestürmt, auf die Straße gelaufen.

Es war zunächst unklar, weshalb es bei einer so großen Zahl eingestürzter Häuser offenbar nur sehr wenig Opfer gab: Dutzende Menschen wurden verletzt, über mögliche Todesopfer sei nichts bekannt.

Die Zahl der Toten nach dem schweren Hauptbeben vom 12. Mai wird von China inzwischen mit 67.183 angegeben, knapp 362.000 wurden verletzt. Zudem gibt es noch 20.790 Vermisste.

Xinhua zufolge wurden inzwischen 15 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht. Die Zahl der insgesamt vom Beben Betroffenen werde vom Informationsministerium mit 45,61 Millionen beziffert.

pad/Reuters



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