Neun Millionen Menschen betroffen Chinesische Großstadt Changchun geht in Coronalockdown

Die Behörden in der chinesischen Millionenstadt Changchun haben einen Lockdown verhängt. Grund ist die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus.
Desinfektionsmaßnahmen in Changchun im Januar 2021

Desinfektionsmaßnahmen in Changchun im Januar 2021

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Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus ist eine chinesische Millionenstadt in einen Lockdown geschickt worden. Wie die Behörden im nordostchinesischen Changchun am Freitag ankündigten, darf pro Haushalt nur noch alle zwei Tage eine Person für Einkäufe die Wohnung verlassen. Zudem sollen alle rund neun Millionen Bewohner der Stadt auf das Virus getestet werden.

Die Behörden haben sich für die drastische Maßnahme entschieden, nachdem in der Provinz Jilin und in deren Hauptstadt Changchun in den vergangenen Tagen mehrere Hundert Infektionen entdeckt worden waren. China erlebt derzeit die größte Viruswelle seit dem ersten Coronaausbruch in der zentralchinesischen Stadt Wuhan vor zwei Jahren. Landesweit wurden am Freitag 1369 neue Infektionen gemeldet.

Nach der ersten großen Coronawelle in Wuhan konnte China das Virus mit strengen Maßnahmen schnell unter Kontrolle bringen. Seitdem erlebte die zweitgrößte Volkswirtschaft lediglich auf einzelne Regionen begrenzte Ausbrüche. Doch seit Omikron Anfang Januar erstmals in der ostchinesischen Hafenmetropole Tianjin entdeckt wurde, fürchten Gesundheitsexperten, dass die ansteckendere Coronavariante die chinesischen Schutzmaßnahmen an ihre Grenzen bringen könnte.

wit/dpa/AP
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