China Taifun bedroht Hongkong

Die chinesischen Behörden schlagen Alarm: Nachdem der Taifun "Chanchu" bereits auf den Philippinen wütete, nähert sich der Wirbelsturm nun der südchinesischen Küste - und der Millionenmetropole Hongkong.


Peking - Fischerboote und andere kleine Schiffe sollen so schnell wie möglich die offene See vor der südchinesischen Küste verlassen, warnten Seewetterdienste. Menschen wird geraten, sich von den Ufern fernzuhalten, weil massive Sturmfluten drohten.

Noch befindet sich "Chanchu" - zu deutsch "Perle" - einige hundert Kilometer von Hongkong entfernt. Der Taifun bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 15 bis 20 Kilometer pro Stunde auf die Küste zu. Im Zentrum des Wirbelsturms herrschen Geschwindigkeiten von bis zu 45 Meter pro Sekunde - das entspricht etwa Windstärke 14.

"Chanchu" soll zunächst starke Regenfälle bringen, ab morgen Nachmittag soll der Sturm mit voller Kraft über die Küste der Provinz Guangdong hinwegfegen. Schon jetzt wurde der Betrieb im Hafen der südchinesischen Insel Hainan eingestellt, der Zugverkehr zwischen der Insel und Guangzhou wurde unterbrochen.

Am vergangenen Wochenende war der Taifun über die Philippinen hinweggetobt und hatte mindestens 37 Menschen das Leben gekostet, tausende wurden obdachlos.

str/dpa/AP



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